den Tod ihres Schmerzenkindes ihrem Gatten durch einen Boten kund zu machen; er war ſehr geruͤhrt, als er dies vernahm, ließ ſie aber dringend bitten, ſich geduldig dem Willen des Hoͤchſten zu unterwerfen. Am andern Tage ſandte er ihr ein Pfund Zuker und Koffee. Ein geringes, und in dieſer Lage unerwartetes, vielleicht gar unſchikliches Geſchenke; aber wenn man bedenkt, daß Liebe ihn dazu verleitete, weil er aus Erfahrung wußte, daß Suſanne den Koffee leidenſchaftlich liebte, ihn oft in den Stun⸗ den des Truͤbſals ihr Labſal nannte: ſo wirds ihm wohl kein gefuͤhlvolles Herz verdenken, wenn er den Ueberreſt ſeines Schweißes zu einem Lab⸗ ſale fuͤr ſein Weib verwandte, das nur er und zwar granzenlos ungluͤklich gemacht hatte. Ihr wenigſtens gnuͤgte dieſer Beweis ſeiner Liebe vollkommen, denn ſie erinnerte ſich dieſes Ge⸗
ſchenkes, als ſie ihre Leidensgeſchichte erzählte,
mit beſonderer Empfindung. Da ſah ich denn, ſprach ſie tief geruͤhrt, daß er mich recht herz⸗ lich und wahrhaft liebte, weil er ſeine lezten paar Groſchen zu einem Labſal fuͤr mich ver⸗ wandte, und lieber hungerte, wenn er mich nur ſtarken konnte.
Von dieſer Stunde an wuͤnſchte ſie herzlich, ihm muͤndlich danken zu koͤnnen, weil auch ſie uͤberzeugt war, daß ihre Gegenwart ihm die groͤßte Gegenfreude machen wuͤrde; aber ſo


