Teil eines Werkes 
Zweites Bändchen (1802)
Entstehung
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gleich einem Wahnſinnigen, forderte unaufhör⸗ lich unter dem ſchreklichſten Geſchrei ſeine Su⸗ ſanne zuruͤk, und zerriß mit unnachahmlicher Srärke die Ketten, mit welchen man ihn feſſeln wolte. Um ihn zu beruhigen, und von dein Truge ſeiner Fantaſſe zu uͤberzeugen, beſchloß endlich das Gericht, ihm eine Unterredung mit Suſannen zu geſtatten; ſie war als ſie die Urſache hoͤrte dazu bereit, und ward zu ihm gefuͤhrt.

Eben tobte und raßte er ſchreklich; als er aber ſeine Suſanne erblikte, eilte er ihr mit lautem Frendengeſchrei entgegen, umarmte Kind und Mutter mit Inbrunſt, und dankte Gott kniend, daß er ihm ein Gluk beſcheert habe, wel⸗ ches ſeinen Kerker in ein Paradieß verwandle. Ich laſſe dich nicht, rief er aus, du haſt mir

vor Gottes Angeſicht geſchworen, Gluͤk und Un⸗

glük mit mir zu theilen, und ich fordre dich auf, deinen Schwur zu erfuͤlen. Suſanne verſprachs, und das menſchenfreundliche Gericht duldete ih⸗ ren Aufenthait in ſeinem Kerker ſo lange, bis man ihn überzeugte, daß Trennung auf einige Zeit erſelgen muͤſſe, und er ſie zwar jammernd, aber doch willig ſcheiden ließ. Sie ward, da man ſie ſehr ſchonend behandelte, und aus Man⸗ gel eines anſtändigen Gefaͤngniſſes nicht ihr Leiden durch einen finſtern Kerker vermehren wollte, nach der benachbarten Stadt S ge⸗