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muthete das Aergſte. Sie ſah ſich ausgeliefert
ins Vaterland, ſtehend vor dem erzuͤrnten Rich⸗ ter, und verurtheilt zum gode, oder lebens⸗
langen Kerker. Gerne, ach herzlich gerne wuͤrde
ſie die Zeit benuͤzt, mit ihrem Gatten und Kinde
der drohenden Strafe entflohen ſeyn, wenn die
Kraͤfte ihres Korpers ihr Flucht erlaubt haͤtten.
Oft ſprang ſie im Anfalle der Verzweiſtung von
Lager empor, und ſank kraftlos zu Bo⸗
nz oft bat ſie im klaͤglichſten Tone, und mit
Haͤnden ihren Gatten, die Zeit zu
nuͤzen, und der Rache der Gerechtigkeit allein
zu entfliehen; aber er ſchwur ſtandhaft, bei ihr
zu leben und zu ſterben, und ſuchte ſie durch tauſend Scheingruͤnde zu beruhigen.
Schreklich und troſtlos, wüthend im Haare und Koͤrper, jammerte Suſanne, als endlich die Nacht wich, und die aufgehende Sonne ihr den lezteu Tag der Freiheit verkuͤndigte. Ihr Jammer war gerecht, ihre Ahnung richtig; denn bald hernach erſchien der Gerichtsdiener, und forderte ihren Gatten nach dem Rathhauſe. Ohnmaͤchtig ſank ſie auf ihr Thränenlager zu⸗ ruͤt, wie er ſchied, und hoͤrte nicht ſeinen Ab⸗ ſchied, nicht den Troſt des mitleidigen Gerichts⸗ dieners, welcher ſeine baldige Ruͤkkehr verſicherte, und endlich die Hausfrau zu ihrem Beiſtande herbei rief. In ihren Armen erwachte ſie wieder, um aufs neue klagen und jammern zu koͤnnen.


