Verſprechen, als ſie es nach der Taufe der dan⸗ kenden Mutter uͤberbrachten. Eben ſaſſen alle bei einem kleinen Mahle, welches die Freigebig⸗ keit der Gevattern bereitet hatte, als ein Bote eintrat, und den freudenvollen Vater zu dem Pfarrer forderte. Er gieng, und keiner der Gaͤſte, ſelbſt Suſanne nicht, ahnete eine uͤble Folge dieſer Ladung, weil es ganz natuͤrlich ſchien, daß der Pfarrer noch irgend eine zur
Taufe erforderliche Auskunft beduͤrfe. Man as
und trank, war froͤhlich, wie ehe und zuvor, und gieng endlich von dannen, als die Daͤm⸗ merung das Ende des Tages verkuͤndigte. Noch mußte Suſanne lange der Ruͤkkunft ihres Gat⸗ ten harren, und fuͤrchtete ſchon neues Ungluͤk, wie er endlich laͤchelnd und freudig, aber doch bleich und entſtellt vor ihr Bette trat. Lange mußte Suſanne harren und bitten, ehe er ihr Wahrheit geſtand, nur die Groͤße ihres Jam⸗ mers, nur die Ueberzeugung, daß Ungewißheit ſie noch weit ſtaͤrker martere, zwang ihn endlich zum Geſtaͤndniſſe. Der Magiſtrat ſeiner Vater⸗ ſtadt hatte an den Pfarrer geſchrieben, und ihm berichtet, daß der nach J— gefluͤchtete Johann K— daheim boͤslicher Weiſe ein Weib und drei Kinder verlaſſen habe, die nun bei Gerichte Klage fuͤhre, und anzeige, daß eben dieſer Jo⸗ hann, dem Vernehmen nach, zu J— oͤffentlich eine zweite Frau geheurathet, und ſich des Ver⸗


