Teil eines Werkes 
Zweites Bändchen (1802)
Entstehung
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mit irgend Jemanden geſprochen zu haben. Johann trat mit leichtern, aber doch noch ban⸗ gen Herzen in den Tanzſaal; ſeine Wohlthaͤter hatten indeß die ſchoͤne Braut zum Tanze ge⸗ fuͤhrt; ſie gieng aus einer Hand in die andre, und nie in die ſeinige. Man ſcherzte mit ihr, beehrte ſie mit mancher Liebkoſung, die ſie mit Anſtand und Hoͤflichkeit erwiederte. Zu einer andern Zeit wuͤrde ihm dies Betragen nicht auf⸗ fallend, vielleicht angenehm geweſen ſeyn, aber jezt, da ſein Herz zur Trauer und Angſt geſtimmt war, vermehrte es beides, erregte groͤßere, und zwang ihn am Ende, den Saal zu verlaſſen, um im Stillen ſein Ungluͤk beklagen zu koͤnnen. Die ihn endlich ſuchende Suſanne fand ihn weinend in dem Gemache, welches ſie bisher be⸗ wohnten. Er verſchwieg ihr ſorgfaͤltig die Unter⸗ redung mit ſeinem Landsmanne, klagte aber um ſo ſtaͤrker uͤber ihr allzu freundliches Betragen gegen die Stadtherren, und ſchwur hoch und theuer, daß er Selbſtmoͤrder werden muͤſſe, wenn ſie ihm ferner Gelegenheit zur Eiſerſucht geben wuͤrde. Suſanne, die aus dieſer Aeuſſe⸗

rung die Groͤße ſeiner Liebe erkannte, verſprach

in allem ſeinen Willen zu vollziehen, und be⸗ wegte ihn durch dies Verſprechen zur Ruͤkkehr nach dem Tanzſaale. Jeder der Gäſte hatte ihr ein Hochzeitgeſchenke beſtimmt, da ſie aber jezt ihr bisher ſo gefaͤlliges Betragen änderte, jeden La