162 und war begierig, ihn näher kennen zu lernen. Er ſtaunte mit Recht, wie er den ſchon in S—n verheuratheten Johann als Braͤutigam vor ſich ſtehen ſah, und forſchte mit noch groͤßerem Rechte, wie dies geſchehen köͤnne, da daheim ein troſtloſes Weib, und drei verlaſſene Kinder ſeiner harrten? Johann konnte dieſe harte Frage nicht beantworten, nur ihn aufs dringendſte bitten, daß er hier ſchweigen, und daheim nichts von allem erzaͤhlen moͤge; er druͤkte ihm zum Lohne ſeiner Verſchwiegenheit die Haͤlfte ſeines ganzen Vermoͤgens in die Hand, und der Bote erzaͤhlte ihm dagegen, daß man ihn in ſeiner Heimath nicht fuͤr den Entfuͤhrer Suſannens achte, ſondern feſt glaube, daß die leztere ſich wahrſcheinlich aus Verzweiflung in einem Teiche erſaͤuft habe, und er hingegen in einem alten Schachte verungluͤkt ſei, weil er wahrſcheinlich aus kluger Abſicht am Tage zuvor ſeinem Weibe erzaͤhlt hatte, daß er in der Nacht wie er die Flucht begann, einen achten Schacht befahren wolle, in welchem er einen reichen Gang zu ent⸗ deten hoffe. Johann bat den Boten dringend, dies fuͤr ihn ſo gluͤkliche Geruͤchte nicht zu hemmen, weil die Sache nun doch nicht mehr zu aͤndern ſei, er nie mehr heim kehren koͤnne, und hier durch Entdekung ungluͤklich werden muͤßte. Der Vote verſprachs, und reiste wirklich ſogleich ab, ohne
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