Teil eines Werkes 
Zweites Bändchen (1802)
Entstehung
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Kundſchaft zuruͤk. Die Feinde mehren ſich im Forſte, wie die Sperlinge am reifen Kornfelde. Des Abts Knechte ziehen von unten herauf, und Ritter Oswalds Reiſige, den euer Herr auch zur Fehde reizte, haben bereits die Anhoͤhe be⸗ ſezt. Jezt iſts keine Zeit zum Luſtwandeln, ihr koͤnntet leicht den Spaͤhern in die Haͤnde fallen. Kommt mit zuruͤk!

Mathilde.(wehmuthig) Zuruͤk? Nein, ich muß vorwaͤrts. Leb wohl, alter Waiblingen! Daß ich auch eben dir begegnen mußte! Dei⸗ nem redlichen Blike muß meine Standhaftigkeit weichen. Leb wohl, Alter! In dieſem Leben ſe⸗ hen wir uns ſchwerlich wieder. Ich ſollte frei⸗ lich deine fuͤnfzigjaͤhrige Treue beim Abſchiede belohnen: aber Maxens reiche Erbin iſt ſo arm geworden, daß ſie ſelbſt betteln gehen muß. Lev wohl! Erinnere dich meiner auf deinem Sterbe⸗ lager, und denke, ſie iſt ſchon voraus gegangen, um mir dort den Lohn meiner Treue zu bereiten.

Waiblingen. Was beginnt ihr? Waͤhn ich recht, ſo ſeid ihr auf boͤſem Wege. Ihr wollt euern Gatten und Herrn verlaſſen! Er iſt zwar euer Tirann, aber ihr gelobtet ihm doch ewige Treue, und wie ſoll euch einſt dort Beloh⸗ nung dafuͤr werden, wenn ihr hier nicht aus⸗ duldet? Edle Frau, folgt meinem Rathe, und kehrt zuruͤt. Verlaßt ihn nicht zur Fehdezeit! Er koͤnnte leicht argwoͤhnen, daß Verſtaͤndnis