Teil eines Werkes 
Zweites Bändchen (1802)
Entstehung
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die Abſicht, und laß dieſer Gerechtigkeit wider⸗ fahren.

Johanna. Oswald, ich bedaure dich; aber ich bedaure auch mich, und vorzuͤglich mein Kind, das noch ungeboren die Liebe ſeines Va⸗ ters verloren hat. Du verſprachſt, du gelobteſt, du ſchwurſt ſogar, mich durch dies oͤde Leben zu begleiten, meine Stuͤze, mein Geleitsmann, mein Troſt zu ſeyn: und verlaͤßt mich nun ſo ganz, ſo auf einmal, ſo unvorgeſehn! Deine Liebe war mir alles! Sie war meine Speiſe, mein Trank! Soll ich nun in der Wuͤſte verſchmachten? Soll ich

R. Oswald. Nein, Traute, nein! Kann ich dir auch nicht volle, aufrichtige Liebe ge⸗ waͤhren: ſo will ich doch mitleidsvoll dein Be⸗ gleiter ſeyn und bleiben. Nie treulos in Wer⸗ ken und Handlungen dir werden. Noch mehr, ich verſprechs und gelobs aufs neue: Ich will kaͤmpfen gegen dieſe Liebe, ich will ihr Anden⸗ ken aus meinem Herzen verbannen, ich will mein eigner Huͤter ſeyn; und wenn ich mich je uͤber einen treuloſen Gedanken ertappe: mich ſtreng ſtrafen. Sei indeß mit dieſem Verſpre⸗ chen zufrieden, bis ich dir ein beſſers zum Opfer dringen kann. Sei ruhig, Johanna, ich will ritterlich kämpfen, nur ſei ruhig!

Johanna. O, ich bin's! ich bin's von dieſem Augenblike an. Du gleichſt einem ar⸗