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die Stunde, in der Johanna mein Weib ward! —— Du ſchweigſt? Haſt fuͤr mich keine kahle Entſchuldigung in Bereitſchaft? Oswald! Os⸗ wald! du haſt mein Herz getoͤdtet! Du haſt meine Seele verwundet!
R. Oswald. Cäuſſerſt bewegt) Johanna! Mein Weib! Mein beleidigtes, mein hoͤchſt ge⸗ kraͤnktes Weib, habe Mitleiden mit mir! Auch ich bin hoͤchſt ungluͤklich!
Fohanna. O wenn du ſo ſprichſt, dann ſchmelzt mein Zorn wie der Schnee an der Fruhlings ſonne.
R. Oswald. Längere Vertheidigung waͤre
Thorheit. Deine Veweiſe ſind ächt, ſind nur
zu wahr!—— Ich bin ein Meineidiger! Ich bin ein treuloſer Gatte! Aber ich bin beides wi⸗ der Willen. Ich kämpfte hartnaͤkig gegen dieſe Rie ſenliebe, kaͤmpfe noch; und wenn ich endlich unterliege: ſo iſt die Schuld nicht mein, ſo iſt es unwiderſtehlicher Zwang des Schikſals, das dieſe ewigdauernde Liebe in mein Herz grub. Gures, mit vollem Rechte zuͤrnendes Weib, ich gewähre dir durch dies Geſtändnis ſchlechten Troſt; aber ich ſpreche Wahrheit, die ich ſo
gerne um deiner Ruhe willen dir verborgen haͤtte.
Dieſe dir zu erhalten, erniedrigte ich mich zum Lügner, und wenn ich als ſolcher deine Liebe, deine Achtung ſogar verloren habe, ſo erwäͤge


