Teil eines Werkes 
Zweites Bändchen (1802)
Entstehung
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men Manne, der volles Mitleid mit meiner hoͤch⸗

ſten Duͤrftigkeit hegt, und willig ſein ganzes Ver⸗ moͤgen, ſeine ſelbſt erbettelten Pfennige in mei⸗ nen Schoos ausleert. Sie reichen zwar nicht zu, meine Beduͤrfniſſe zu ſtillen: aber ſeine Gabe heiſcht doch meinen groͤßten Dank; da er mir alles gab, was er hatte, da er lieber ſelbſt Hun ger leidet, um mich nur laben zu koͤnnen. O ſolch eine edle That verdient die groͤßte Belohnung! In meiner eifrigſten Liebe ſollteſt du ſie finden, wenn mich nicht Erfahrung uͤberzeugt haͤtte, daß dieſe fuͤr dich Strafe, und kein Lohn ſei.

R. Oswald.(ſanft) Johanna! Ungroß⸗ muͤthige Johanna!

Johanna. Ach Verzeihung, Theurer, Ver⸗ zeihung! Es ſoll warlich der lezte Vorwurf ſeyn, der meinen geſchwaͤzigen Lippen entwiſchte. Sei du großmuͤthiger wie ich, gieb mir den Friedens⸗ kuß!(er küßt ſe) O, welche angenehme Aus⸗ ſicht in die Zukunft, dieſer Mann ſoll einſt ganz mein ſeyn! Sprach ich ſo recht?

Vorige. Ritter Hans.(welchet eben, als Ritter Oswald Johannen küßte, eintrat.)

R. Hans. So recht, edle Frau, ſchnä⸗ belt nur zu! Nehmt im Voraus, was ihr von der Zukunft zu fordern habt; denn wir werden