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R. Oswald. Noch mußt du ein wenig weilen! Ich habe den Namen des Verläum⸗ ders von dir geheiſcht, und du haſt ihn mir nicht entdekt. Es iſt deine Pflicht kuͤnftiger Verlaͤumdung zu wehren, ich fordre alſo Ant⸗ wort.
Johanna. Sie ſoll dir auch werden. Der Verlaͤumder deines guten Namens, der Stoͤrer meiner Ruhe biſt du ſelbſt!(Oswald tritt zornig noͤher) Harre mit dem Ausbruche deines Grimms nur ſo lange, bis ich dir meine Beweiſe vorge⸗ tragen habe. Findeſt du ſie ſchwach, nagſt du ſie umzuſtoſſen: ſo unterziehe ich mich willig der Strafe, die jedem Luͤgner gebuͤhrt. Schon ſeit einigen Monden ſchlaͤfſt du unruhig; wilde Traͤume ſchreken dich oft an meiner Seite em⸗ por, und wenn ich dich zu beruhigen ſuche, wenn ich meinen Arm um deinen Naken ſchmiege, um⸗ armſt du mich oft noch traͤumend, und nennſt mich deine heiß, deine einzig geliebte Mathil⸗ de!——
R. Oswald. O Thoͤrin! Wie kann ein Traum dich beunruhigen, wie kann er zum Be⸗ weiſe dienen?——
Johanda. Traͤume ſind Spiegel der Seele. Träume ſind Affen unſrer täglichen Handlungen, ſind Verraͤther unſrer geheimſien Begierden, und willige Kupler unſers Herzens; ſie gewähren uns ſchlafend dasjenige, wornach wir wachend geizen⸗


