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R. Oswald. Johanna, einſt mein liebes, trautes Weib, einſt die Sanftmuth ſelbſt, ſei aufrichtig! Beichte deinem dir gewiß noch wer⸗ then Gatten: Welcher ſchaͤndliche Stoͤrer ſeiner Ruhe dich ſo hintergieng, dir eine Maͤhre ſtatt Wahrheit vortrug, dich und mich dadurch un⸗ gluklich machte? Glaube, traue meinem Worte: Du biſt ſchaͤndlich betrogen worden! Ich liebte einſt Mathilden, dies habe ich dir nie verhelt; aber einen ſchändlichen Luͤgner will ich den ins Angeſicht ſchelten, der auftreten und mir noch Abſichten auf Mathilden andichten oder bewei⸗ ſen kann.
Johanna. Haſt du geendet?
R. Oswald. Geendet. Und zwar ſo voͤl⸗ lig, ſo ganz, daß ich kein Wort mehr ſagen, keine Silbe deswegen mehr verlieren werde! Wohl deiner und meiner Ruhe, wenn du mir unbe⸗ dingt glaubſt. Aber auch unwuͤrdig mein Weib zu ſeyn, wenn du noch zweifelſt, noch arg⸗ wohnſt.
Johanna. So muß ich ja wohl ſchwei⸗ gen, um meinem Kinde ß einen Va⸗ ter zu erhalten. Ich will alſo in geheim mei⸗ nen Kummer naͤhren und futtern, damit er wachſe und gedeihe; damit er gleich dem Jungen des Kukuks ſeine Ernährerin bald verzehre. Gehab
dich wohl, Oswald!


