Teil eines Werkes 
Zweites Bändchen (1802)
Entstehung
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Fohanna. Ich folge nur deinem Bei⸗ ſpiele. Ich vergelte Gleiches mit Gleichem. R. Oswald. Schweig, und entferne dich! Johanna. Dieſer Befehl galt doch auf immer? Denn unverholen ſei dirs, ich kehre zu meinem Vater zuruͤk, und mache Mathilden Plaz. Er ſoll dann dich fragen: Warum du ſeine Tochter ſo muthwillig von dir ſtieſſeſt? Lebe wohl, einſt mein Mann, nun Mathildens Buh⸗ ler! Denke zuweilen an dein unglukliches Weib. Dich bald zu vergeſſen, ſoll meine Sorge ſeyn. (geht) Noch eins, was ſoll aus dem Kinde werden, deſſen Vater du biſt? g. Oswald. Weib! Nicht von der Stelle! Du bleibſt!

Johanna. Ich bleiben? Unbarmherziger, ungroßmuͤthiger Mann! Ich bleiben? Hahaha! Ehe ich dies thue: Doch ja, ich bleibe, ich bleibe. Bin einmal vom Satan dazu beſtimmt, das Werkzeug deiner verbotnen Luſt zu ſeyn, will dann meiner Beſtimmung nicht widerſtreben. Hoͤr's, Tirann, und juble im Voraus: Ich bleibe. Aber ſo bald du Mathilden unter dem Scheine einer Gefangenſchaft, oder unter irgend einem Vorwande auf deine Burg fuͤhrſt: dann eile ich fort, ſo weit mich meine Fuͤſſe tragen; und ſollteſt du mir den Ausgang verſperren: ſo will ich ihn finden, und ſollte er auch nur durch dieſes ſchwache Herz gehen!