Teil eines Werkes 
Zweites Bändchen (1802)
Entstehung
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F. Oswald. Pfui, des war unddel däs war ſtraks wider unſern Vertrag. Haſt du unit mir nicht hoch und thener gelobt, ihren Nainen nie mehr in meiner Gegenwart zu vennen?

R. Hans. Ich hab's, und wuͤrde mein Gelubde treu halten, wenn mich nicht die drin⸗ gende Noth zum Pruche zwaͤnge⸗ Ich muß dein Arzt ſeyn, und, um deine Sch lafſucht zu heilen⸗ mich auch äzenderer Rittel bedi enet.

R. Sswald. Dann erſehl 5 du. deine ganzt Kur, und wandelſt die halb vetachſne W in einen offnen Krebsſchaden uni, den nienn mehr heilen kann. Bedeike, Fr daß 1 ein Weib habe das ſich liebevoll und truglos in meine Arme warf, meine ganze Gtgentiebe for⸗ vert, und mich hitdert, ſe meht anM athilden zu denken.

R. Hans. Auch ſoll dein Herz nicht Liebe zu Mathilden, ſondern Rache uͤber den Bund⸗ brchige nheiſchen, der den Landfrieden ſtört, und dich einſt ſo ungeſtraft bel eidigte, deine

Mathilde mit Gewalt zu ſeinem Weibe wachte. S 3 in jahrelangen Kummer veifenkte.

Oswald.(heftig.) Rittes! Bundbrü 3 wahrlich, du ſollſt mich nicht ſo unge⸗ ſtraft, wie er, beleidigen!(geßt ſehnel auf und ab) Freund!(Hanſens Hand ergreifend) theurer, geprufter Freund! habe Mitleiden mit mir Sei barmherzig, gedenke ihrer nicht mehr! Ddu haſt