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L Schuldigkeit, dich des unterdruͤkten Abts anzu⸗ nehmen, damit des Haders und des Blutver⸗ gieſſens einmal ein Ende werde. 5 R. Oswald. Sieh! Sieh! Ritter Hans wird ordentlich warm, und predigt nicht uͤbel! Wenns dir einmal bei mir nicht mehr behagt, ſo kannſt du kuͤhn auf eine Pfruͤnde im Kloſter Anſpruch machen. Du haſt ſie redlich verdient! R. Pans. Spotte meiner nicht, Kamerad, ich verdiene dieß nicht! Kann's auch nicht ver— tragen! Und Hader mit mir wird dir als dem großten Friedensſchuͤzer wahrlich nicht angenehm ſeyn. R. Oswald. Haſt recht!'s wuͤrde mir ſchwer aufs Herz fallen, wenn ich mit dir uͤber
eine unbeſonnene Rede rechten ſollte. Verzeih
mir, und ſei, was du bisher ſo redlich warſt, mein treuer Freund! Sieh, du haſt recht! dein Grundſaz bleibt wahr, und eben deßwegen ſuche ich ihn laͤcherlich zu machen, weil ich ihn nicht umſtoſſen kann. Auch wuͤrde ich mich des Abts ſchon laͤngſt angenommen haben, wenn Rieder⸗ fort nicht ſein Gegner wäre.
R. Hans. Iſt dir dieſer ſo furchtbar? Oder haſt du urſache, ihn zu ſchonen? Ihn, der dich einſt ſo herzangreifend kraͤnkte! dir dein großtes Gluk auf Erden, deine Mathilde raubte, ſie——


