2———————
207
Abweſenheit arrangirt werden, als wenn ich zugegen bin, um ſo mehr, als ich mich überzeugt halte, daß Sie meinen Vor⸗ theil nicht minder gewiſſenhaft wahren werden, als den Ihrer Freunde, mit deren Intereſſen ja, genau beſehen, die meinigen zuſammenfallen. Laſſen Sie mich Ihnen nur noch wiederholen, daß ich zu der Verbindung meiner Kinder mit Ihren Freunden zum Voraus meinen Segen gebe. Ich bin noch hinreichend mit Geld verſehen, um bis nach Hamburg zu gelangen, wo ich unter der Adreſſe Mr. Philip Phillips aus Boſton, zur Zeit Hamburg, Hotel de lEurope, weiteren Nachrichten, vor Allem einer Anweiſung auf einen dortigen Banquier, behufs der Deckung der Hotelrechnung und der Ueberfahrt nach New⸗York, binnen hier und drei Tagen entgegenſehe. Sie werden zugeben müſſen, ich gehe ganz loyal zu Werke, und ich hoffe zuverſicht⸗ lich, daß Sie ebenſo handeln werden. Ich wünſche nicht, daß meine Frau mir nachkommt. Sie wird bei einem ihrer Kinder eine friedlichere Heimath finden, als ich ihr bereiten kann. Ich höre die Poſt von Fichtenau kommen. Leben Sie wohl, empfehlen Sie mich meiner Frau und meinen Kindern, meinem Bruder, ſowie den übrigen Freunden, Se. Durchlaucht nicht zu vergeſſen, und laſſen Sie ſich nicht durch eine übel an⸗ gebrachte Milde verleiten, jenen ſchlechten Mann, der uns in einer ſo grauſamen, eines Gentleman vollſtändig unwürdigen Weiſe getäuſcht hat, die ganze Strenge unſeres gerechten Zornes empfinden zu laſſen. Ihr ſehr ergebener Philip Phillips.
Grüßen Sie auch den braven Conſtabler, der in dem Zimmer nebenan ſo geſund ſchnarcht.
Wie finden Sie das? ſagte Herr Scherzer.
Ganz im Stil des Mannes, erwiederte ich, das Blatt zu⸗ ſammenfaltend; übrigens glaube ich, daß er wirklich uns Allen durch ſeine Entfernung einen großen Gefallen erwieſen hat.
Mir nicht! brummte Herr Hockelheim.
Ich mußte unwillkürlich lachen; Doctor Kühleborn, der in ſeiner Eigenſchaft als Badedirector einen feinen Sinn für


