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Die schönen Amerikanerinnen : Novelle / von Friedrich Spielhagen
Entstehung
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Ich glaube, er ſchläft, ſagte Herr Hockelheim, den Schlüſſel umdrehend und die Thür aufſtoßend.

Die Lichter brannten auf dem Tiſch in der Mitte, das Zimmer war nicht eben groß, man konnte es alſo ſehr gut mit einem Blick überſehen; aber obgleich zehn Augen(worunter vier mit Brillen und zwei durch ein Pince-nez) auf einmal hineinſchauten, konnte doch keiner derſelben ſich rühmen, Herrn Cunnigsby⸗Jones⸗König zu entdecken.

Donnerwetter! ſagte Herr Hockelheim.

Wir Anderen ſagten nichts, ſondern blickten uns mit Mienen an, die eben nicht viel, dafür aber alle daſſelbe aus⸗

drückten.

Donnerwetter! ſagte Herr Hockelheim noch einmal.

Ich ging an das Giebelfenſter, es war geſchloſſen; ich ging an das Fenſter in der Fronte es war nur zugedrückt. Ich ſtieß es auf der Nachtwind rauſchte in den Pappeln, von denen die eine ihre ſchlanken, elaſtiſchen Zweige beinahe in's Fenſter ſtreckte.

Glauben Sie, daß er da hinaus iſt? fragte der Sanitäts⸗ rath, der mir über die rechte Schulter ſchaute.

Meinen Sie, daß man da hinab kann? fragte Herr Scherzer, der mir über die linke Schulter blickte.

Das ſieht ihm ähnlich, ſagte der Meiſter.

Donnerwetter! ſagte Hert Hockelheim zum dritten Male.

Hier liegt ein Papier an Sie, rief Herr Scherzer, der wieder an den Tiſch getreten war.

Es war ein Blatt, das aus einem Portefeuille geriſſen ſchien. Die Handſchrift war, obgleich nur mit Bleifederzügen, deutlich, ja kühn. Die Zeilen lauteten:

Herrn Geehrter Herr!

Wenn dieſes Ihnen zu Händen kommt, bin ich hoffentlich ſchon einige Meilen von hier. Ich habe geſchwankt, ob ich Ihre Rückkehr abwarten oder Tannenburg verlaſſen ſolle, mich aber bei reiflicher Ueberlegung zu dem Letzteren entſchloſſen. Nach meinem Gefühl kann die Angelegenheit beſſer in meiner