Beiſpiel und Zuruf angefenert, verſuchend, weiter mit ihm glei⸗ chen Schritt zu halten.
Am beſten gelang das im Anfang noch Louis, deſſen kleine, trumme Beine eine überraſchende Schnelligkeit entwickelten und der trotz alles Stöhnens und Schnaufens ſeinen redſeligen Mund öffnete, ſobald er an meine Seite kam. So erfuhr ich denn in abgebrochenen Sätzen noch Eines und das Andere aus der privaten Geſchichte des Herrn Hernad George, Grafen Saros⸗Patak, alias Billardcaspar: wie er ein Wiener Kind ſei und auch dort ſchon immer den großen Herrn geſpielt und ſeinen ſchlanken Wuchs, ſein Bischen Franzöſiſch zu allen mög⸗ lichen Schwindeleien ausgebeutet habe. Nun ſei er ein paar Jahre in Peſth Kellner geweſen, und da ſei ihm jedenfalls der Gedanke gekommen, als ungariſcher Graf ſein Glück zu verſuchen. Louis berichtete weiter, daß ſein ehemaliger College viel Geld habe blicken laſſen und geſagt habe, der Aufenthalt in Tannen⸗ burg allein hätte ihm über zweihundert Thaler eingebracht. Das Leben, das er führe, ſei das luſtigſte und leichteſte Leben von der Welt, ſein Hauptplan aber ſei immer geweſen, ein reiches Mädchen zu heirathen, wenn auch nur, um ſie ſich her⸗ nach von den betrogenen Eltern mit einer möglichſt großen Summe abkaufen zu laſſen. Ein paar Mal ſei er ſchon dicht daran geweſen, aber immer ſei etwas dazwiſchen gekommen; hier aber, denke er, ſoll es ihm endlich glücken. Mr. Cunnigsby zweifle nicht im mindeſten, daß er ein reicher Graf ſei, und Mr. Cunnigsby könne Miß Ellen gar nicht leiden und ſei froh, ſie— wie er denke— auf gute Weiſe los zu werden. Er habe aber eine große Summe verſprochen, ſobald die Heirath einmal vollzogen ſei, und deshalb ſolle nun eben das Mädchen entführt werden, weil man daran zweifle, ſie im Guten über⸗ reden zu können.
Und die andere Tochter ſoll dabei helfen? fragte ich.
Ach Gott, ſie wird Sie wohl müſſen, keuchte Louis, dieſer Miſter ſoll ein ſchrecklicher Menſch ſein.
Egbert unterbrach dieſe ſtoßweiſen Mittheilungen, indem er uns abermals zurief, wir möchten uns ſputen; es ſei jetzt kein


