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Die schönen Amerikanerinnen : Novelle / von Friedrich Spielhagen
Entstehung
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Ves Sir!

O, bitte, ſprechen Sie immerhin deutſch, ich ſehr gut ver⸗ ſtehe deutſch! Darf ich Sie machen bekannt mit meine Damen?

Sie ſprechen gar nicht deutſch, Madam? wandte ich mich an Mrs. Cunnigsby.

Ein einfaches No Sir, war die Antwort.

Und die jungen Damen? fuhr ich fort, mich zu Miß Ellen wendend, die über ihre Arbeit gebeugt daſaß.

Ebenſowenig, erwiederte der Vater an Stelle der Tochter.

Das muß Ihnen den Aufenthalt hier einigermaßen erſchweren, ſagte ich zu Miß Virginia, die ebenfalls eifrig mit ihrer Arbeit beſchäftigt ſchien.

Man hilft ſich, wie man kann; erwiederte Mr. Cunnigsby.

Der trockene Ton, in welchem er das ſagte, ließ das Vergnügen, welches ihm meine Unterhaltung gewährte, nicht durchhören. Auch ſah es faſt ſo aus, als ob er mich ſo viel als möglich von der Geſellſchaft ſeiner Damen fern halten wollte, denn er ſtellte ſich breit zwiſchen ſie und mich, und fragte, immer in demſelben trocknen Ton, von welcher Stadt ich käme?

Ich nannte Berlin.

Er blickte mich ſcharf mit ſeinen ſtechenden Augen an und fragte:

Kennen Sie unſern Geſandten dort?

Ich mußte es verneinen.

Oder— er nannte die Namen von verſchiedenen Perſonen, die mir ſämmtlich unbekannt waren.

Sind Sie in Baden⸗Baden geweſen?

Vor einigen Jahren.

Ah! Kennen Sie den Grafen Saros? Angenehmer junger Mann. Hatte das Vergnügen, ihn vorgeſtern in— wie heißt es doch— ah! Fichtenau zu treffen; langweilt ſich dort ebenſo, wie ich mich langweile hier; habe ihn überredet, nach hier über⸗ zuſiedeln; erwarte ihn jeden Augenblick. Hoffe, noch ſonſt das Vergnügen zu haben.

Und damit machte mir Mr. Cunnigsby eine ſtattliche Ver⸗