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Die schönen Amerikanerinnen : Novelle / von Friedrich Spielhagen
Entstehung
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bitten, mich mit Ihren amerikaniſchen Freunden bekannt zu machen.

Egbert ließ vor Schreck meinen Arm fahren; der Dandy machte ein verlegenes Geſicht.

Wie, Herr Bergfeld, rief ich, ſoll ich glauben, daß ein kühner, junger Ritter, wie Sie, in mir alten Familienvater einen Neben⸗ buhler ſehen kann? unmöglich.

O Gott, das iſt es nicht; auf Ehre nicht! ſagte der Dandy, der ſehr roth geworden war. Im Gegentheil, ich wünſchte ſo⸗ gar, daß einer oder der andere der Herren—

Sich mit Ihnen in das mühſelige Geſchäft, der Cavalier dreier Damen zu ſein, theilte? Habe ich Sie errathen? Ge⸗ ſtehen Sie!

Allerdings, allerdings! ſagte Herr Bergfeld, mit dem weh⸗ müthigſten Blick auf einen Shawl, den er auf dem Arm trug und der für den Platz unter der Platane beſtimmt ſchien, man wird in Athem gehalten; aber das iſt es nicht. Im Vertrauen, ganz entre nous, ich weiß ſelbſt nicht, ob ich noch lange hier bleibe!

In dem kleinen Geſicht des jungen Mannes lag ein Ver⸗ langen, ſich mittheilen zu dürfen, dem ich entgegenkommen zu müſſen glaubte.

Sie fürchten— verzeihen Sie die Indiscretion!— Sie fürchten, daß, wenn Sie länger bleiben, Herzen brechen! Miß Virginia? habe ich es errathen?

Herr Bergfeld erröthete abermals. Wenn Sie es denn wiſſen wollen: ja, oder auch nein: man kann niemals ſagen, wie man mit dem Mädchen daran iſt. Wir ſtanden wirklich ſchon ſehr gut mit einander, auf Ehre; aber ſeit vorgeſtern, wo Mr. Cunnigsby in Fichtenau geweſen iſt, weiß ich nicht mehr, woran ich bin. Man ſpricht fortwährend von einem Grafen, den er dort kennen gelernt hat und der, ich glaube heute ſchon, hierher kommen wird. So etwas iſt nicht angenehm, werden Sie mir zugeben; aber jetzt muß ich fort; bemerke, daß Miß Virginia nach uns herüberſieht— freue mich außerordentlich, Ihre werthe Bekanntſchaft gemacht zu haben—