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Die schönen Amerikanerinnen : Novelle / von Friedrich Spielhagen
Entstehung
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ich meinerſeits auf den Rieſen abzuwälzen ſuchte, der, wie es ſich jetzt mit Hilfe des Grogs herausſtellte, ein prächtiger Burſch war mit der ganzen harmloſen Jovialität und Geſprächigkeit ſeiner Landsleute.

Ja, ſagte er, als ich mich mit beſcheidener Neugier nach ſeinen Verhältniſſen erkundigte, es geht unſer Einem kümmerlich genug: viel Arbeit, geringer Verdienſt, ſechs Kinder und eine kränkliche Frau; indeſſen man muß zufrieden ſein; es geht An⸗ deren noch viel ſchlechter, und ſo lange der liebe Gott Einem das Wenige geſegnet—

Was er bei Ihnen in höchſt auffallender Weiſe zu thun ſcheint, ſagte ich.

Der Rieſe legte ſeine ungeheure Fauſt auf den Tiſch und lachte, daß das kleine Gemach erdröhnte.

Ei freilich! rief er, ſie nennen mich überall auf dem Walde den ſtarken Hans. Manchmal freilich iſt es ein bischen unbe⸗ quem, ſo groß und breit zu ſein; ich habe mir ſchon hundert⸗ mal an unſeren niedrigen Thüren den Schädel beinahe einge⸗ rannt, und man will in kein Bett recht paſſen, ſo daß ich am liebſten auf der glatten Diele, und am beſten im Walde ſchlafe — einmal aber iſt es mir doch gut bekommen, daß ich mein Hauskreuz tragen konnte, ehe noch der Pfaff Ja und Amen dazu geſagt hatte.

Wie meinen Sie das? ſagte ich, indem ich dem Rieſen mein Glas zuſchob.

Der leerte es auf einen Zug, wiſchte ſich mit dem Aermel über den Mund und wollte eben anheben zu erzählen, als Egbert, der während deſſen an das Fenſter getreten war, ſich zu uns wandte und ſagte: Wir müſſen aufbrechen, es iſt die höchſte Zeit.

Wollen Sie nicht warten, bis die hübſchen Damen wieder zurückkommen? fragte der Rieſe.

Egbert antwortete nicht; der Rieſe, dem ſein entſetzlicher Grog in den Kopf geſtiegen ſein mochte, ſteckte die Zunge in die linke Backe und wies mit dem Daumen über die rechte Schulter auf Egbert, der ſchon wieder am Fenſter ſtand. Ich blickte ihn ob