Gnade vor Recht ergehen zu laſſen und mich nicht, wie ich es reichlich verdient habe, in gewohnter und beliebter Weiſe zu ſchrauben. Damit ich doch aber nicht ganz ohne Strafe aus⸗ gehe, habe ich eine Einladung zu einer kleinen Fuchsjagd bei meinem Freunde, dem Förſter Winzig oben auf dem Nonnen⸗ kopf, angenommen, die mich ſo ziemlich den Tag über in Athem halten und mir hoffentlich die Grillen vertreiben wird. Viel⸗ leicht kommſt Du nach; der Weg iſt nicht zu verfehlen, Du findeſt auch wohl Begleitung. Alſo ſei nicht bös und grüße Deine Frau, an die Du ja doch wohl heute Vormittag ſchreibſt(die Poſt paſſirt Tannenburg punkt zwölf, die zweite Poſt geht erſt in der Nacht), ohne aus der Schule zu plaudern.“
Nun, das iſt nicht übel, ſagte ich.
Befehlen? ſagte Louis, der ſchon in der Thür war.
Nichts; alſo Herr Egbert iſt auf die Jagd gegangen?
Nicht, daß ich weiß, ſagte Louis, an der Thür umkehrend und ſeine eine Hand nachläſſig auf die Kugel des unteren Bettpfoſtens ſtützend, während die andere mit einem Tellertuch, das geſtern ſaubrer geweſen war, leiſe wehte. Miſter Egbert machten im gewöhnlichen Anzug, mit einem Stocke, den er von mir hat— ich habe ſehr gute und ſehr billige Stöcke, very fine, mein Herr, vielleicht ſind Sie noch nicht verſehen— doch ſchon? well!— eine halbe Stunde nach den Amerikanern fort.
So, ſagte ich, die find auch ſchon wieder unterwegs?
Nach dem Eiskopf, Miſter Bergfeld begleitet ſie; wenn Miſter Egbert, der über die Helenenquelle gegangen iſt, ſich be⸗ eilt, wird er noch vor ihnen auf dem Nonnenkopf geweſen ſein.
Heuchler! ſagte ich.
Befehlen, ſagte Louis.
Ich meine, wie kann—
Noch vor ihnen da ſein?— ſehr gut, mein Herr! Die Steinmannsſtraße— das iſt die Chauſſee, mein Herr,— macht einen ſehr großen Bogen, wegen der Steilität, mein Herr, über die Helenenquelle iſt es dreimal ſo nahe. Very near, Sir! Und Louis wedelte mit dem Tellertuch und zupfte, mit einem
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