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deſſen alle Mäßnahmen, welche die Einrichtung Ihres ſpäteren Lebens nothwendig macht. Da, wohin man Sie haben will, wird man ja wohl begreifen, daß ein Platz, den Sie ſo lange aus⸗ gefüllt, nicht von einem Tag zum andern wieder zu beſetzen iſt. Und damit wünſcht Ihnen eine gute Nacht Ihr immer wohl⸗ gewogener Erich.
Hermann ließ den Brief langſam ſinken.
Für wenige Wochen! ſagte er. Und das Fieber raſt nun ſchon drei Jahre in meinen Adern! So⸗ werde ich es ja wohl auch noch dieſe wenigen Wochen ertragen; und ſie ſelbſt muß begreifen, daß ich die gütige Hand, die dies geſchrieben, nicht ohne weiteres von mir ſtoßen kann.
Fünſtes Capitel.
Die jungen Herrſchaften, wie die Rothebühler ſagten, waren bereits drei Tage auf dem Schloß, und noch immer hatte ſich die Aufregung, welche das große Ereigniß in dem Städtchen hervorgerufen, nicht gelegt. Nie hatten die Gevatterinnen den Tag über ihre Arbeit ſo oft unterbrochen und über die Zäune herüber, welche die Gärtchen trennten, im eifrigſten Geſpräch die Köpfe zuſammengeſteckt; nie waren die Kaffeegeſellſchaften in der großen Laube vor der Apotheke zum Schwan am kleinen Markt⸗ platz ſo häufig geweſen; nie hatte Frau Büchſenſchmied Findel⸗
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mann, Frau Kaufmann Zeller, Frau Fabrik⸗Inſpector Körnicke
der guten Frau Apotheker Hippe ihre Freundſchaft mit der Frau Kanzleirath ſo neidlos gegönnt; nie war die Eintracht der Da⸗ men ſo groß geweſen; nie hatten ſie die Gewohnheit der Frau Kanzleirath, immer und immer von ihrem Elischen zu reden, ſo lächerlich und unpaſſend gefunden als eben jetzt.
Frau Kanzleirath war natürlich mit Elischen auf dem Schloſſe geweſen, um ſich den Herrſchaften zu präſentiren. Sie


