Teil eines Werkes 
11. Band (1877) Allzeit voran : Roman / von Friedrich Spielhagen
Entstehung
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rer Sorge als ich dieſem Beſuch entgegenſehen?

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empfinden, welche uns Alle gleicherweiſe an die durchlauchtige Perſon unſeres gnädigſten Herrn bindet? Wer könnte mit größe⸗

Wer? ſagte von Zeiſel mit ſchlauem Lächeln. dächte doch, die gnädige Frau

Wollen wir nicht aufbrechen? ſagte Hermann, an den Tiſch tretend.

Aber ſo bleiben Sie doch noch ein wenig, rief der Cavalier, den Doctor auf den Stuhl zurückziehend. Ich wette, Sie möch⸗ ten ebenſo verteufelt gern wiſſen, wie ich, warum die gnädige Frau von dem Augenblicke an, als die Nachricht von dem Tode des jungen Grafen Caſimir Tyrklitz einlief und der Steinburger Erbherr wurde, und nun gar, ſeitdem der Beſuch auf's Tapet kam, ſo ganz augenſcheinlich den ſchönen Kopf hangen läßt und noch ein wenig düſterer als ſonſt aus den ſchönen Augen ſchaut. Ich meine, ihr könnte es ganz gleich ſein, ob die Tyrklitzer oder die Steinburger Linie erbt. Und doch müſſen da zweifel⸗ los perſönliche Intereſſen mit im Spiele ſein; aber welche? Ich wüßte Niemanden, der uns darüber Auskunft geben könnte, wenn nicht hier unſer verehrter Wirth, welcher damals, als ſich die Sache in Wiesbaden anſpann, von Anfang bis zu Ende dabei geweſen iſt. Was da, Kanzleirath, knöpfen Sie ſich einmal auf! Wir ſind ja unter uns. Iſt es wahr, daß Durchlaucht wirklich im Anfang an eine Ehe rechter Hand gedacht und die Sache zu Stande gekommen ſein würde, wenn der Steinburger ſie nicht hintertrieben hätte?

Es war eine ſchwache Stunde im Leben unſeres gnädigen Herrn, ſagte der Kanzleirath, an ſeinem Glaſe nippend.

Ich habe ein Faible für ſchwache Stunden, rief der Ca⸗ valier, und ich beſchwöre Sie, Herr Kanzleirath, bei dieſem Mond⸗ ſchein, der ſo discret durch den venezianiſchen Epheu fällt, bei dem Geſang der Nachtigall, der ſo verführeriſch aus dem Schloß⸗ park herübertönt, beſchwöre ich Sie, Kanzleiräthchen, geben Sie uns die Erzählung der ſchwachen Stunde unſeres Herrn!

Nun, ich