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ſo im Schritt dahin ritten, nahe an das befreundete Pferd gedrängt hatte, heftig in die Höhe.
Und das iſt denn doch nur eine Seite, nach welcher Sie Ihre Lage hier zu einem halben Müßiggang verurtheilt. Anderes kommt hinzu, was in meinen Augen nicht minder ſchwer in die Wagſchale fällt. Sie ſind, wie in der Wiſſenſchaft, ſo in dem öffentlichen Leben gezwungen, die Löſung der Aufgaben, um die es ſich heutzutage handelt, Anderen zu überlaſſen. Können Sie das verantworten? Haben Sie nicht wie Jedermann einen Platz auszufüllen in dem großen Heere? Und wie können Sie das hier? Die kleinen Anſtrengungen, die wir hier machen: unſere Gewerbeſchule mit den drei Schülern, unſere Fortbildungsan⸗ ſtalt für junge Mädchen, die wir aus Mangel an Theilnehme⸗ rinnen haben ſchließen müſſen— wie kläglich iſt das Alles? Wie beſchämend für Jemanden, der nur zu wollen braucht, um anderswo im Großen und in's Große zu wirken! Iſt denn die Pflicht gegen das Vaterland nicht die oberſte aller Pflichten?
Ich habe kein Vaterland mehr, ſagte Hermann.
Weil Sie Hannoveraner ſind, weil Hannover aufgehört hat, als ſelbſtändiger Staat zu exiſtiren? Weil Sie ſich, wie Sie ſagen, einer ſolchen Vergewaltigung uicht beugen wollen und können? Weil Sie hier im Dienſte des Fürſten einen Ausweg gefunden zu haben glauben aus dem Dilemma: Norddeutſch⸗ land, an dem Sie nun einmal hangen, in das Sie nun einmal
gehören, ganz meiden, oder Preuße im eigentlichen Sinne des Wortes werden zu müſſen? Aber iſt das nicht eine ſeltſame Verblendung? Iſt unſer Fürſt deshalb ſouverän, weil wir Alle hier an dieſer Fiction feſthalten, oder uns doch den Anſchein geben, es zu thun? Sind wir deshalb weniger Preußen, weil wir Alle hier gegen die Hohenzollern'ſche Dynaſtie frondiren? Und dann, ich will Sie nicht zu einem Preußen machen, aber ein Deutſcher ſollen Sie ſein! Für das Deutſchland, das wir im Herzen tragen, ſollen Sie leben, ſtreben. Und können Sie das hier, in dieſem engen Thal, zwiſchen dieſen Bergen, über die den Schmetterling ſelbſt die weichen Schwingen tragen, und die doch uns die ganze große Welt des Wollens und Wagens,


