Teil eines Werkes 
11. Band (1877) Allzeit voran : Roman / von Friedrich Spielhagen
Entstehung
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ten, den an einem Beine befeſtigten Strick gravitätiſch hinter ſich herſchleifend.

Gott zum Gruß, gnädige Frau, ſagte der Alte, die Futter⸗ mulde wegſtellend und den kleinen grünen Jägerhut ziehend. Ei, wer hätte das gedacht, bin lange nicht ſolcher Ehre gewürdigt, und die Küchlein ſind unterdeſſen ausgekommen: fünfundneunzig Stück. Waren ihrer hundert auf den Kopf, aber der hier hat mir fünf weggeputzt, bis ich ihn vor einer Stunde ſelbſt weg⸗ geputzt habe.

Bei dieſen Worten hob Prachatitz einen todten Gabelweih, der neben ihm auf der Kiſte lag, an einem der langen Flügel empor.

Dem habe ich auf den Dienſt gepaßt, ſagte er, aber er war ſo klug wie Unſereiner, und in die Falle wäre er nicht gegan⸗ gen, und hätte ich ein halbes Dutzend Tauben hineingeſperrt.

Der Alte war ſo gewohnt, bei der gnädigen Frau allezeit ein gnädiges Ohr für ſeine Jagdgeſchichten zu finden, und des⸗ halb nicht wenig erſtaunt, als ſie jetzt, ohne den prächtigen Vo⸗ gel eines Blickes zu würdigen, die Reitpeitſche ungeduldig hin⸗ und herbewegend, ſagte:

Ganz ſchön, Prachatitz, ganz ſchön, aber wix haben heute Anderes zu bedenken. Sie wiſſen, daß morgener Gubf und die Gräfin eintreffen; der Fürſt wünſcht, daß ie Faſan n Ordnung gebracht werde. Sie wollen alſo zu W9 ſo viel Arbeiter beſtellen, wie Sie brauchen, um won⸗ ch bis zum Abend fertig zu ſein. Herr von Zeiſel wird jedefalls kom⸗ men und Sie können ja das Nähere mit ihm beſprechen. Na⸗ türlich wird auch das Theehaus aufgeräumt; meine Malſachen nehmen Sie vorläufig in Ihr Haus. Sie haben doch den Schlüſ⸗ ſel bei ſich?

Sie ging, ohne die Antwort des erſtaunten Jägers abzu⸗ warten, vorauf nach dem Theehaus, und ſtieg eilends die Treppe hinauf. Kopſſchüttelnd folgte der Alte und kopfſchüttelnd ſchloß er die mittelſten drei Fenſterthüren auf, an deren Scheiben die Dame bereits ungeduldig mit ihrer Reitpeitſche pochte. Sie ſchritt

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