200 Durch Nacht zum Licht.
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wenn ich nicht, zufällig von der Baronin Grenwitz hörend, daß Fräu⸗ lein Martin während der Zeit ihres Aufenthaltes in jener Familie ein kleines Capital ſich erſpart habe, in die junge Dame gedrungen wäre und ſo den Sachverhalt erfahren hätte; u. ſ. w. u. ſ. w. Nun, was meinſt Du dazu?“ fragte Albert, den zerknitterten Brief wieder in die Taſche ſteckend.
„Die Sache liegt allerdings ſchlimm,“ erwiderte Ehren Tobias, ſich den ergrauenden Kopf kratzend.„Der Geheimrath gilt ſo viel in der Stadt, beſonders jetzt, wo er, der Teufel mag wiſſen wie? ſeine Schulden bezahlt hat, daß Du nicht gegen ihn aufkommſt; ich fürchte, Du wirſt bezahlen müſſen.“
„Ich fürchte es auch,“ ſagte Albert.„Die verdammte Plauder⸗ taſche, die Baronin! Es iſt bloße Rache von ihr; aber ſie ſoll's mir büßen. Ich will die Daumſchrauben anziehen, daß—“
Albert ſchwieg und goß den Reſt aus ſeinem Glaſe in die Kehle. „Höre, Albertchen,“ ſagte Tobias;„in welchem Verhältniß ſtehſt 1 Du eigentlich zur Baronin? Ich hoffe, Albertchen, mein Junge, daß Du zu dem vielen Gelde, welches Du in letzter Zeit— ich kann
wohl ſagen, ſehr gegen. Deine Gewohnheit— haſt blicken laſſen, auf
anſtändige Weiſe gekommen biſt?“ 3 „Wie mrinſt Du das?““ „Nun, die Baronin iſt noch immer ſo übel nicht, und—“ „Du biſt verrückt. Die alte Schachtel! Das fehlte noch grade.“
„So ſage, wie kommſt Du zu dem Gelde?“ „Erſt ſage mir, was es für eine Bewandtniß hat mit dem Ver⸗ hältniß zwiſchen Dir und den Grenwitzens, auf das Du ſchon ein paarmal geheimnißvoll hingedeutet haſt.“ „Willſt Du mir dann ſagen, wie Du zu dem Gelde kommſt?“
„Gut! ſo wollen wir uns erſt Jeder noch ein Glas zurecht. machen und dann an's Erzählen gehen; aber reinen Mund gehalten, Albertchen, reinen Mund gehalten!“ „Eine Krähe hackt der andern die Augen nicht aus,“ meinte Albert.
Herr Tobias nickte ſchmunzelnd mit dem ehrwürdigen Haupte,


