Die von Hohenſtein.
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keine Macht des Himmels und der Erde, keine heiligſte Pflicht ihn verhindern könne, ſie zu lieben. Sie drängt ihn mit immer größerer Angſt von ſich und hat ſich endlich ſo weit erholt: Flieh' Bernhard, flieh'! ſtammeln zu können.
In dieſem Moment ſpringt der Mann, der ihr vom Parke her gefolgt iſt, aus den Bäumen hervor, und rennt ſeinen Degen Münzer unter dem Arm in die Bruſt. Lautlos ſtürzt Münzer zuſammen. Antonie erkennt den Obriſten, mit der Schnelligkeit des Gedankens hat ſie den ſcharfen Stahl, den ſie am Buſen verborgen trägt, er⸗ griffen und ſchwingt ihn gegen das Herz ihres Todfeindes, der ver⸗ wundet, aber nicht tödtlich getroffen zurücktaumelt. Er ſtößt einen grimmigen Fluch aus und wendet ſich, mit dem Griff ſeines Degens, — die Klinge iſt bei dem wüthenden Stoß abgebrochen— zum Schlage ausholend, gegen ſie. Aber bevor der Arm des Raſenden fällt, packen ihn ein paar Hände, gegen deren Kraft die ſeine hülflos iſt, an der Kehle, reißen ihn mit einem furchtbaren Ruck zu Boden und ſchleifen ihn nach dem Graben.
Antonie hat ſich über den Körper Münzer's geworfen; ſie ſieht und hört Nichts von dem Entſetzlichen, das in ihrer unmittelbaren Nähe geſchieht; ſie ſieht Nichts, als das Antlitz des Geliebten, das ihr mit Todesbläſſe bedeckt ſcheint; ſie hört Nichts als ſein Röcheln, das immer leiſer und leiſer wird.
Wolfgang, der gleich hinter Cajus auf dem Orte des Schreckens angekommen iſt, verſucht Münzer in die Höhe zu heben; ein Blut⸗ ſtrom entſtürzt dem Munde deſſelben; ſein Kopf ſinkt matt auf die Seite; doch richtet er ſich noch einmal auf und murmelt:„Zu ihr, bringt mich zu ihr.“
Cajus tritt wieder heran und heißt Wolfgang, den Oberkörper des Verwundeten höher halten. Cajus Stimme iſt vielleicht um einen Schatten rauher und dumpfer als gewöhnlich; ſonſt iſt keine Veränderung an ihm; man ſieht nicht, ob das, was er ſich mit ſeinem Tuch von den Händen wiſcht, Blut oder Waſſer iſt. Sie heben den Sterbenden in den Wagen; Antonie und Wolfgang ſetzen ſich zu ihm; Cajus ſchwingt ſich zu Rüchel auf den Bock, ergreift die Zügel und peitſcht auf die Pferde. Der Wagen ſchwankt den ſteinigen
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