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können, laſſen ſich keine Republiken gründen. Darum iſt es jetzt unſer erſte Aufgabe, dem Volke die großem Grundſätze einer vernünftigen Selbſterziehung zu einer in materieller und ethiſcher Hinſicht menſchen⸗ würdigeren Geſtaltung des Daſeins zu predigen, in allen Städten, in allen Flecken und Dörfern zu predigen, bis das erſte und letzte Gebot der politiſchen Moral:„Hilf Dir ſelbſt!“ an der Hüttenwand des letzten Häuslers ſteht. Darum ſind aber auch die ſocialiſtiſchen Re⸗ publikaner die ſchlimmſten Feinde der Freiheit, denn ſie wirken der Selbſterziehung des Volkes direct entgegen, indem ſie die ſtaatliche Bevormundung, die uns alle Lebenskraft ausgeſogen hat und ausſaugt, nicht nur nicht aufheben, ſondern wo möglich noch verſtärken. Sie gleichen dem Vater, der ſeinem hungernden Kinde einen Stein ſtatt des Brodes giebt, und laden ſo die ſchwerſte Schuld auf ſich, gleichviel ob ſie Betrüger oder Betrogene ſind, daß heißt: ob ſie an ihre Thev⸗ rien glauben, oder nicht.— Ich ſpreche über dieſe Dinge nicht ohne Abſicht mit Dir, Wolfgang, ſondern weil Du weißt, daß ich mit Münzer früher in einem ſehr intimen Verhältniſſe ſtand, und ich Dir deshalb über meine jetzige Stellung zu ihm gleichſam Rechenſchaft ſchuldig bin. Münzer iſt von der Partei, zu der er ſich früher bekannte, abgefallen. Er will aus der deutſchen politiſchen Bewegung eine europäiſche, ja eine kosmopolitiſche machen; ich habe beſtimmteſte Nach⸗ richten, daß er mit den franzöſiſchen, den italieniſchen, den ſlaviſchen Republikanern in lebhafteſten Unterhandlungen ſteht, und ich bin wie von meinem Leben überzeugt, daß, wenn ſeine Ideen durchgingen, wir nicht zur deutſchen Einheit, ſondern in des Teufels Küche kommen würden. Ebenſo hat er ſich nach und nach von den volkswirthſchaft⸗ lichen Grundſätzen des Volksboten losgeſagt; er hat in ſeinen letzten Brochüren den kraſſeſten Socialismus gepredigt.— Das Alles ſind Dinge, die ich ihm als Parteimann nicht vergeben kann; aber irren iſt menſchlich, und ſo wollte ich nichts ſagen, wenn er nur conſequent in ſeinem Irrthum wäre. Das iſt leider nicht der Fall. Er hat ſich während der Zeit, daß er zur Conſtituante ging, bis jetzt der größten Widerſprüche ſchuldig gemacht; ja, es iſt manchmal, als ob er von einem Dämon beſeſſen wäre, der ihn wider ſeinen Willen zu den tollſten Extravaganzen treibt. Das aber, Wolfgang, gehört nicht mehr vor


