Teil eines Werkes 
8. Band, Die von Hohenstein : Roman : 2. Band (1867)
Entstehung
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Die von Hohenſtein.

heute bei Nikolini erzählt, daß Sie die kleine Schmitz raſend pouſſiren. Was iſt daran? Hat das Mädchen was?

Keinen rothen Dreier. Ihr Onkel ſoll einmal was gehabt haben. Jetzt iſt er ganz herunter gekommen. Die Herren können daraus ſehen, was es mit dem Gerücht auf ſich hat; ſagte Kuno, ſeinen blonden Schnurbart in das Weinglas tauchend.

Nun, an ein ernſtliches Attachement hat auch kein Menſch ge⸗ dacht; ſagte von Wyſe.Die Sache wurde nur als ein Paroli angeſehen, das Sie Ihrem Vetter biegen. Er hat Ihnen Camilla weggeſchnappt; Sie verführen ihm ſeine hübſche Couſine. Aber ich verdufte nun; Hohenſtein kann ſeine Bowle allein austrinken. Wer kommt mit?

Ich denke, wir Alle, wollen nach Hauſe gehen!

ſagte von Hinkel;holla, Baron, wir

De tout mon coeur, ſagte Willamowsky, ſich aus der Sopha⸗

ecke in die Höhe richtend;ich habe verdammte Kopfſchmerzen.

Wird draußen ſchon beſſer werden, hier iſt Ihr Degen.

Die Herren knöpften ſich ihre Uniformröcke zu, ſteckten die Degen ein, und zogen die Paletots über, als Wolfgang in das Zimmer trat.

Wie, meine Herren, rief er,Sie wollen doch unmöglich ſchon aufbrechen!

Schon? ſagte von Wyſe;es iſt ein Uhr und wir ſind ſämmt⸗ lich erſt heute Morgen um ſechs nach Hauſe gekommen. Warum bleiben Sie ſo lange!

Aber, meine Herren! ich bin gelaufen, was ich konnte.

Nun, dann werden Sie ja auch müde ſein; meinte von Wyſe trocken;gute Nacht.

Gute Nacht, fagte Wolfgang ebenſo trocken und kurz;man ſoll die kommenden Gäſte willkommen heißen und die enteilenden nicht zu halten ſuchen.

Die Herren empfahlen ſich, nicht ohne manche wenig zarte An⸗ ſpielungen aufübertriebenen Dienſteifer, der ſich mit der Zeit ſchon legen werde Anſpielungen, die Wolfgang wohl verſtand. Er wußte recht gut, daß es in den Augen der Kameraden der Gipfel der Lächerlichkeit und zugleich der Unhöflichkeit gegen die in der Wacht⸗