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24 Die von Hohenſtein.
geballten Hand) aber ſich den Arm brechen, mit einem gebrochenen Arm einen Leitartikel corrigiren— corrigorum Leitorum!“
„Ich ſehe, Sie haben Ihren alten Heidelberger Humor mit arum, orum noch immer nicht verloren,“ ſagte der Präſident, ſchon nahe an der Thür.
„Den Göttern Dank!“ erwiderte Dr. Holm, ſich erhebend und den Beſuch mit jener anmuthigen Grandezza, die ihm, trotz ſeiner Lahmheit, jeder Zeit zu Gebote ſtand, zur Thür begleitend,„wenn Sie auch noch Latein ſprächen, Herr Präſident, wir brauchten keine Leitorum in praesidentem zu ſchreiben.“
„Ha, ha!“ lächelte der Präſident,„ſehr gut, ſehr gut! Adien, lieber Doctor! Sie vergeſſen nicht, Ihrem Herrn Collegen—“
„Soll geſchehen, ſoll geſchehen!“
„Ihr ergebenſter Diener!“
„Servorum! Servorum!“
„Ein Narr dieſer Menſch,“ murmelte der Präſident, während er mit langen, leiſen Schritten über die Gallerie davoneilte;„ein Narren⸗ haus dieſer ganze Rumpelkaſten. Nun, wenn ich den Hauptnarren, den Münzer, nur am Seile führen kann, bin ich doch nicht vergeblich hier geweſen.“
Drittes Capitel.
Der Präſident von Hohenſtein war, nachdem er die Redaction des Volksboten verlaſſen, an einer der nächſten Straßenecken ſtehen geblieben, augenſcheinlich unſchlüſſig, welchen Weg er zunächſt ein⸗ ſchlagen folle. Dann hatte er eine vorbeifahrende Droſchke angerufen
und ſich zu Frau Antonie von Hohenſtein fahren laſſen. Er fand
Antonie im Begriff, einen Spazierritt zu machen, und wurde in Folge deſſen, vielleicht auch, weil die gnädige Frau, wie es ſchien, überhaupt in ſehr übler Laune war, ziemlich ungnädig empfangen. Der Präſi⸗


