Teil eines Werkes 
7. Band, Die von Hohenstein : Roman : 1. Band (1867)
Entstehung
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208 Die von Hohenſtein.

Aber Arthur, ſagte Margarethe ſchüchtern;da in dem Brief ſteht doch noch mehr, noch Anderes. Wolfgang ſoll Soldat werden.

Wie Du redeſt! rief der Stadtrath;Soldat! als ob es ſich um Hinz oder Kunz handelte! Officier ſoll er werden, wie ich es geweſen bin und es noch ſein könnte, wenn

Herr von Hohenſtein verſchluckte das Ende des Satzes, denn er ſah, wie Margarethen die Thränen in die Augen traten und er fühlte ſich doch noch nicht ſicher genug, um ſie ruhig weinen ſehen zu können.

Sei vernünftig, Gretchen! ſagte er, ſich wieder zu ihr auf das Sopha ſetzend,und mache mir nur jetzt keinen Strich durch die

meiner Familie vollſtändig auszuſöhnen; ich kann Dir nicht ſagen, warum mir jetzt mehr als je daran liegt. Ja es liegt mir ſo viel daran, daß, wenn dieſe Ausſöhnung nicht ſtattfindet, wenn Wolfgang unkindlich genug denken könnte, mich in meiner Noth zu verlaſſen nun, nun, ich will Dich nicht unnöthig ängſtigen, Kind! Halte nur zu mir! hilf mir den Wolfgang gewinnen, dann iſt Alles gut, dann kann noch Alles gut werden.

Herr von Hohenſtein war in einer unbeſchreiblichen Aufregung. Die alte Spielernatur regte ſich mit Macht. War es denn nicht gerade, wie beim Pharao? Geſtern Alles verloren! heute Alles wie⸗ der gewonnen! Das hatte er ſo oft durchgemacht! wie oft war er ſchon daran geweſen, ſich eine Kugel durch den Kopf zu jagen! und war noch immer wieder ſo oder ſo aus der ſchlimmſten Verlegenheit herausgekommen! Warum ſollte es diesmal anders ſein, diesmal, wo, nach der ſchlimmen Taille von vorgeſtern Abend, heute Karte um Karte für ihn ſchlug!

Ich werde ſogleich zu Wolfgang hinaufgehen! ſagte er.

Bitte, lieber Arthur, nicht jetzt; ſagte Margarethe;Wolfgang war eben wieder eingeſchlafen, als ich von ihm ging. Er iſt doch noch ſehr ſchwach. Ich fürchte, es könnte zu viel für ihn werden.

Wie Du willſt, wie Du willſt; erwiderte der Stadtrath;ſprich Du vorher mit ihm! oder nein, laß es doch lieber. Ihr könntet Euch da Beide in Sentimentalität hineinreden und ich hätte dann doppelte Mühe. Ich muß jetzt ausgehen, Gretchen! Du brauchſt mit dem

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Rechnung! Du weißt, wie unendlich viel mir daran liegt, mich mit