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Auf der Düne. 189
feſt gebannt, die Augen ſtarr auf die Gruppe gerichtet, am Rande der Lichtung zauderte;„ich wollte, ich hätte ihn nicht getödtet.“
„Die Reue kommt zu ſpät,“ ſagte der Gutsbeſitzer;„mach', daß wir fortkommen, Elze; wir ſind hier wahrlich zu viel.“
Und ſie verſchwanden hinter den Bäumen.
Vom Strande herauf kamen jetzt der Lootſencommandeur und Hedda durch den Tannen.
Der Lootſencommandeur kam feſten Schritts heran, wie ein Mann, der in ſeinem Leben ſchon mancher ſchrecklichen Scene hei⸗ gewohnt hat; aber Hedda blieb, als ſie den freien Platz erreicht hatte, ſtehen, und lehnte ſich bleich und zitternd an den Stamm einer Tanne.
Gerhardt und Paul eilten, von demſelben Geiſte getrieben, zu ihr.
„Iſt er todt?“ fragte ſie bebend.
„Ja;“ antwortete Gerhardt.
Da weinte Hedda laut auf, und warf ſich an Gerhardt's Bruſt, der die Arme ausbreitete, die Geliebte zu umfangen.
„Gerhardt!“ ſchluchzte ſie,„verzeih' mir, Gerhardt!“
Und nach einer kleinen Pauſe, den Kopf erhebend und nach Paul die Hand ausſtreckend:
„Und Paul, mein Freund, auch Sie!“
Jweiunddreißigſtes Capitel.
Paul St. an Franz S. Sechs Wochen ſpäter.
Drei Briefe von Dir liegen vor mir, mein guter Franz, und noch habe ich den erſten nicht beantwortet. Verzeih' mir, Du Lieber, daß Du die tragiſche Kataſtrophe meiner Idylle auf der Düne früher durch die Zeitungen, als durch mich erfuhrſt. Mein Kopf war zu


