174 Auf der Düne.
Clementine über Kopfweh klagte. Die Herren ſaßen noch rauchend und trinkend und ſchwatzend an der Tafel, als der Gutsbeſitzer zu⸗ fällig fragte:„A propos, Albert, was wirſt Du denn mit dem fa⸗ möſen Hochheimer anfangen, den Du im Keller haſt?“
„Nun, das iſt nicht mehr der Rede werth,“ gab Herr von Elze lachend zur Antwort;„ein halbes Dutzend Flaſchen etwa.“
„Die kannſt Du mir ablaſſen;“ ſagte der Gutsbeſitzer.
„Oder mir,“ rief der Lootſencommandeur,„mein Hochheimer iſt mir gerade ausgegangen.“
„Es ſcheint mir viel einfacher,“ ſagte Doctor Deus, der nicht am wenigſten getrunken hatte,„den Gegenſtand des Streites an Ort und Stelle vermittelſt Austrinkens zu beſeitigen.“
„Ich wüßte nichts, was mir angenehmer ſein könnte;“ rief Herr von Elze.„Ich habe ſo noch nicht das Vergnügen gehabt, die Hecren bei mir zu ſehen. Sie werden mein Zimmer durch die Vorbereitungen zu meiner Abreiſe ſchon etwas derangirt finden, aber ein Tiſch und ſieben Stühle ſind wohl noch aufzutreiben. Wollen die Herren mir alſo die Ehre geben?“
Paul blickte auf Guſtav. Zu ſeinem Erſtaunen atlürte ſich dieſer ſogleich bereit. Da von den Andern gewiß Niemand einen Grund hatte, die in der freundlichſten Weiſe vorgebrachte Einladung auszu⸗ ſchlagen, ſo brach man aus dem Commandeurshauſe auf, und ging — ziemlich lärmend— durch die ſtille, ſchöne Nacht in die Wohnung des Herrn von Elze.
Nennundzwanzigſtes Capitel.
Hier hatte Herrn von Elze's Wirthin, eine rüſtige alte Lootſen⸗ frau, in der Mitte des geräumigen, nur etwas niedrigen Zimmers ſchnell einen Tiſch ſauber gedeckt, mit ſieben wunderlich geformten Gläſern, die ihr Mann, der lange Jahre Schiffskoch geweſen war, der Himmel weiß, aus welchem entfernten Lande mit nach Hauſe ge⸗


