Dritter Band. 199
mir? Wo iſt Baron Oldenburg? Geben Sie mir die d ſehr gut gegen mich geweſen. Doctor, muß ich
ſagen Sie es mir, ich bin kein Feigling, ich habe es ſchon ſeiſMn gewußt; muß ich ſterben?— dann, Oswald, eine Bitte; ich will es Dir in's Ohr ſagen.“
Dswald beugte ſich über ihn.
Er erhob ſich und ging nach der Thür. Oldenburg war ihm gefolgt.
„Ich weiß, was Bruno will!“ ſagte er;„er hat in ſeinen Phan⸗ taſien ſchon hundert Mal nach ihr verlangt; ich will ſie rufen. Es iſt ja eines Sterbenden letzte Bitte.“
Er entfernte ſich, Oswald trat wieder an das Bett.
„Kommt ſie?“
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„Lege mir das Kopfliſſen etwas höher, Oswald, und ſtelle die Lampe da hin, daß der Schein über mich weg, gerade ut ſie fällt. Danke, ſo iſt es recht.“
„Sie kommt nicht— doch! war das nicht ihre Stimme? ſchraube die Lampe tiefer, Oswald— es wird ja ſo hell im Zimmer.. Helene!“
Ein ſeliges Lächeln flog über ſein Geſicht.
„Helene! wie bleich Du biſt! und doch wie ſchön! gieb mir die Roſe an Deinem Buſen! o, weine nichtl laß mich Deine Hand küſſen, Helene!“
Helene neigte ſich zu ihm und küßte ihn auf den Mund.
Bruno ſchlang ſeine Arme um ihren Hals.
„Ich liebe Dich, Helene!“
Seine Arme glitten auf die Decke zurück. Doctor Braun zog Helene ſanft in die Höhe. Er beugte ſich über das Bett und lauſchte einen Augenblick. Indem er ſich wieder aufrichtete, ſtrich er mit der Hand leiſe über die Augen des Todten.
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