176 Problematiſche Naturen.
danken können, daß Du brüderlich Alles vergeſſen haſt— mir ei 3o freundliches Willkommen bereitet haſt. Nicht wahr, dieſe Blumen ſi, von Dir?“
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„Und der Epheukranz dort um die Stirn des Apollo iſt von Dir?“
„Ja
„Und Du haſt den Lehnſtuhl an die rechte Stelle gerückt?“
„Ja
„Du lieber, lieber Junge! komm, wir wollen uns Beide hineir⸗ ſetzen, und nun ſollſt Du mir von Deinen Irrfahrten erzählen, vm den Städten, die Du geſehen, von den Cyklopen, die Du geblende, von den Leiden, die Du erduldet haſt in Deiner lieben Seele— Alles, der Ordnung gemäß, weißt Du, wie Polyphem ſeine Schae melkt.“
Oswald hatte ſich in den Stuhl geworfen und Bruno zu ſch gezogen. So faßen ſie; und der Knabe ſchmiegte ſich innig an ſeinn hinzigen Freund, und fiag an zu erzählen, erſt mit ſatyriſcher Laune ie Hinfahrt ſchildernd, wie bald der Baron und bald Malte nicht atten rückwärts fahren können, wie zuletzt Beide auf dem Bock ge⸗ eſſen hatten, und der Poſtillon im Wagen— und wie er, Bmno, ergnügt geweſen ſei, als immer neue Städte und Dörfer vor ſeinen Blicken auftauchten, und nun zuletzt das große Hamburg.
Dann nahm ſeine Erzählung einen andern Ton an. Er ſchilderte nit allem Ernſte den Eindruck, welchen die Stadt auf ihn gemacht hatte, die großen ſtattlichen Häuſer, das Gedränge in den Straßen, as Treiben im Hafen, die vielen Schiffe, das Alſterbaſſin, in welchem ſich die großen Lichter ſpiegelten, und welche zauberiſche Wirkung das hervorbringe, wenn man langſam am Rande hinſpaziere, und wie er tinmal beinahe ins Waſſer gefallen wäre, wenn ihn Helene nicht ge⸗ 8 hätte. Und nun nachdem Helenens Namen erſt einmal genannt war, tauchte er immer wieder auf, wie ein leuchtender Stern aus treibenden Wolken: wie Helene geweint habe, als ſie von Hamburg abreiſten, wie ſie auf das Wort ihrer Mutter:„es ſcheint Dir recht
viele Freude zu machen, zu Deinen Eltern zurückzukehren,“ die Thrönen


