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chen's Mutter war es in der Eile unmöglich geweſen, auch nur den kleinſten Schrei der Ueberraſchung oder des Schreckens auszuſtoßen, während ſich bereits die Beiden unter ſtrömenden Thränen, Brüdern gleich, die ſich nach langer ſchmerzlicher Trennung wiedergefunden, aber⸗ und abermals umarmten und die verſchlungenen Hände kräftiglich ſchüttelten.
Dann aber machte ſich Hans zuerſt los, wiſchte ſich die Thränen aus den lachenden Augen, verbeugte ſich anmutig und ſagte: Ich bitte um Vergebung, Herr und Frau Commerzien⸗ rat— mein Name iſt Hans Fliederbuſch, vierter Commis in dem Hauſe Ihres Herrn Schwiegerſohnes— Herr Aſſeſſor von Frank? freue mich ganz ausnehmend, Ihre werte Bekannt⸗ ſchaft zu machen— Sie müſſen meine Rührung und meinen etwas reducirten Zuſtand verzeihen, meine Herrſchaften! Es iſt kein Spaß, hier ſechs Wochen in der Dunkelheit eingeſperrt zu ſitzen und keine Unterhaltung zu haben als täglich eine abendliche Promenade durch den geheimen Gang nach den Gal⸗ gentannen und eine Partie Sechsundſechzig mit den Sklaven⸗ ſchiffskapitänen dort. Und die Schurken haben mir, da ich bald kein baares Geld mehr hatte, all' unſer Silberzeug abgenom⸗ men, Stück für Stück, bis auf die Königsbowle, Herr Com⸗ merzienrat, die Sie da einſam prangen ſehen, und die ich auf keinen Fall hergeben wollte. Und— können Sie ſich eine ſolche Habgier denken, Herr Aſſeſſor?— zuletzt haben ſie mir ſogar meine Stiefel—
Mauvais sujet! rief der Doktor, willſt Du denn nimmer zur Vernunft kommen? Dies, Herr Commerzienrat, müſſen Sie wiſſen— erlauben Sie, Herr Commerzienrat!
Und der Doktor klopfte den Herrn Commerzienrat, der über all' den Spaß, von dem er kein Wort begriff, und über den drolligen Menſchen, der ihm wie aus einem Kölner Kar⸗


