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Das Skelet im Hause : Novelle / von Friedrich Spielhagen
Entstehung
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der Räuber hinter dem Baume hervor die Büchſe auf ihn an⸗ ſchlägt? ein Menſch, den, bevor er den Schürhaken, mit welchem er eben in den Kohlen ſtört, aus der Hand legt, ein Herzſchlag todt vom Stuhle wirft? ja, ein Schlag in's Herz, wenn ſie in den Gefahren, die von allen Seiten hereindrohten, nicht zu ihm ſtand ſie, von der die jungen Leute wo mochten ſie jetzt ſein? heute Abend ſingen ſollten:

Die Holde, Schöne, Gute, Reine Sein ſüßer Troſt, ſein ſtarker Hort

Hör' mich, Vater Apollo, Fernhintreffer! Ich will mich nie wieder mit einem heimlichen Verſe an dir verſündigen, wenn du mich diesmal zu deiner Propheten Einem machſt!

So betete der ſeltſame Mann, während er ſich den Angſt⸗ ſchweiß mit dem gelbſeidenen Taſchentuch⸗von der Stirn trock⸗ nete, und dann, im Begriff ſich umzuwenden, in einer, nur ſei⸗ ner Geſtalt möglichen Verrenkung, mit dem Taſchentuch in der Hand, regungslos ſtehen blieb. Es war aber eben jetzt durch die Thür nach dem Flur, die Nebelow aufriß, ein ſtattlicher alter Herr getreten, in ſchwarzem Frack, mit dem ausgepräg⸗ teſten Doppelkinn zwiſchen hohen, ſteifen Vatermördern, eine große, korpulente Dame in ſchwarzſeidenem Kleide am Arm führend, als deren markanteſter Zug ſich eine Imperatornaſe unter ſchweren, ſchwarzen, geraden Augenbrauen präſentirte. Und zwiſchen den ſchwarzen Schultern dieſes würdigen Paares ſah der Doktor ein ſchönes Geſicht, das er allein ſuchte, und das, während die ſchwarzen Schultern nach links ſchwenkten, noch einen Moment in dem Rahmen der Thür blieb und ihm aus großen, ſtrahlenden Augen einen Blick zuwarf einen einzigen, von einem holdeſten, ſchalkhafteſten Lächeln begleiteten Blick und Alle im Zimmer der Aſſeſſor nicht ausgenom⸗