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pfunden; von deſſen boshaftem Witz er Proben genug gehabt, von deſſen Feindſchaft gegen ihn ſelbſt er— auch ohne direkte Beweiſe— inſtinktiv überzeugt war, und der in den Augen von Aennchen's Eltern ſicher— und wer konnte wiſſen, ob nicht auch in denen Aennchen's, denn er war zweifellos ein ſehr geiſt⸗ reicher Mann und hatte ſchon ſeinen Einfluß auf ſie ausüben können, als ſie noch ein halbes Kind war— in hohem— und wenn man es ſo nehmen wollte— gerechtem Anſehen ſtand. Es hatte ihn ſchon auf das Unangenehmſte berührt, als Ber⸗ tram ſagte, daß der Mann jetzt in Woldom ſei, und nun ſaß der Mann ihm gegenüber an ſeinem eigenen Kamin— ſaß da, wie ihm zum Hohn und Spott, auf demſelben Stuhle, von dem er vorhin ſeinen alten, treuen, geliebten Freund tauſend Meilen weggewünſcht. Oder war es nur eine gerechte Ver⸗ ſchärfung der Strafe? ſollte er, was er dem Freunde nicht zu ſagen gewagt, jetzt in Gegenwart des Freundes und der Eltern und— dieſes Mannes bekennen? Nun wol! er hatte ja be⸗ ſchloſſen, daß keine Strafe zu hart ſei; eine härtere wie dieſe hätte ſich kein boshafteſter Teufel ausdenken können!
Während ſo trübe, ja troſtloſe Empfindungen des armen ſchweigſamen Lebrecht's Seele erfüllten und ſich auf ſeinem verdüſterten Geſicht widerſpiegelten, und Herr von Frank mit der unbefangenſten Miene von Köln und von Woldom und dieſem und jenem mit vollendeter Feinheit plauderte, hatte Dok⸗ tor Bertram während ſeines Dauerlaufes Zeit und Gelegen⸗ heit genug gehabt, das ſeltſame Paar am Kamin zu beobach⸗ ten. War das ſein Freund in Unterhaltung mit einem neuen Bekannten? war es eine arme Fliege im Netz einer Spinne, die vorſichtig an dem Faden rückt, zu ſehen, wie groß eventuell die Widerſtandskraft ihres Opfers ſein wird— ein dummer Teufel von Wandersmann, der ſeines Weges zieht, während
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