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Mal, ſo lange er mein Vormund ſei!— und ich— ich trau⸗ riger Wicht— ich drohte— drohte, meinen Herrn zu ver⸗ raten! Ich ſchwöre bei Allem, was mir heilig iſt: es war nicht mein Ernſt, und ich hätte es nie gethan; aber der ſchwere Bur⸗ gunder, beſte gnädige Frau, und die ſpäte Stunde— ich bin gewiß fürchterlich ungezogen geweſen, daß ich die ſchönſten Prügel verdient hätte, geſchweige denn den einen Schlag, den er— ich weiß es ganz gewiß— nur aus Verſehen gab, als er mir mit dem Schlüſſel, welchen er mir entriſſen— über den Kopf fuhr. Aber ſeine Hand iſt ſchwer und— das Blut ſtürzte mir aus der Naſe und ich vornüber dort über den Tiſch, den ich im Fallen umriß mit Allem, was darauf ſtand. Und er kniete bei mir, als ich— es kann nicht lange gedauert haben — wieder zu mir kam, und hatte meinen Kopf auf ſeinen Knieen und gab mir gute, liebe Worte; aber— Gott, gnädige Frau, ich war betrunken!— ich ſprang wütend auf: Sie haben mich geſchlagen, wir ſind quitt!— Hans, Du bleibſt!— Ich will nicht! Du ſollſt!— Nun, gnädige Frau, ich wurde erſt in Martin's Kajüte wieder nüchtern; aber auch nur ſo halb, und jedenfalls waren wir da ſchon fünf Meilen in See, und da war's zu ſpät.— Mein Gott, gnädige Frau, was wollen Sie?
Aennchen, an deren glänzenden braunen Augen und Grüb⸗ chenwangen und lächelndem Munde Hans ſich gar nicht ſatt ſehen konnte, hatte während des letzten Theils ſeiner Geſchichte ein ſehr nachdenkliches Geſicht gemacht und war jetzt plötzlich vom Stuhle aufgefahren und in das Speiſezimmer nebenan geeilt.— O weh! ſeufzte Hans; wir waren im beſten Zuge! ich glaubte, wir wären ſchon über das verdammte Bret weg; aber—
Da kam ſie bereits zurück— eilenden Schrittes— das Fr. Spielhagen, Stelet im Hauſe. 9


