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Das Skelet im Hause : Novelle / von Friedrich Spielhagen
Entstehung
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halb gram: aber er kam mir wirklich halb von Sinnen vor; ich für mein Theil war's wenigſtens ein Viertel; und ſo drei Viertel, wie wir zuſammen waren, wurde es ausgeführt. Aber ich ſchwöre es: nur von mir; ich hatte den ingeniöſen Einfall, ich nahm es von ſeinen alten Haken, ich ſtellte es da in den Schrank— etwas ſehr ungeſchickt, wie ich nachträglich geſehen — ich war faſt des Todes erſchrocken— Sie arme, mutige, gnädige Frau!— und ich ſteckte auch den Schlüſſel in die Taſche. Denn, ſagte ich, es könnte doch ſein, daß ſich der König von Woldom das betreffende Herz faßte, an dem es ihin, ſo lange ich in ſeinen Dienſten bin, noch nie gefehlt, und er hätte die Gnade, es mir zu ſchreiben, ſo hängte ich's bei Nacht und Nebel wieder an ſeinen alten Platz, und mögen ſich die Anderen dann darüber den Kopf zerbrechen, wie es weg⸗, und wie es wiedergekommen. Und faßt er ſich nicht das Herz—

Ich ſah ihm in die Augen, in ſeine ſchönen blauen Augen, gnädige Frau, und ſah, daß er ſich's nicht faſſen, daß er die Entdeckung, die ihm ſo fürchterlich war, bis zu dem allerletzten Augenblick hinausſchieben würde.

Und nun, gnädige Frau, als ich den Starken ſo ſchwach, den König von Woldom ſo hülflos ſah— da kam der Ver⸗ ſucher über mich und raunte mir in's Herz: Jetzt muß er's thun! jetzt muß er dir die Erlaubniß geben, um die du ihn im Scherz und Ernſt ſchon hundertmal gebeten: einer ſtaunenden Welt zeigen zu dürfen, daß Garrik und Talma und Ludwig Devrient, und wie ſie heißen, armſelige Schächer waren im Vergleich zu Hans Fliederbuſch, dem Einzigen!— Und, gnä⸗ dige Frau, er, den ich mit dem Schlüſſel in der Taſche zu haben glaubte, er wollte nicht! ich bat; er weigerte ſich!— ich flehte; er lachte mich aus!— ich wurde böſe; er nannte mich einen Narren!— ich trotzte; er verbot es mir ein für alle