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Das Skelet im Hause : Novelle / von Friedrich Spielhagen
Entstehung
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ſie mit den alten Stiefeln abzogen; und wir ſtanden dicht hin⸗ ter ein paar dicken Tannen und wollten uns todtlachen.

Da erfuhr der Martin, der heute Nachmittag, ſo im Vor⸗ übergehen, auf dem Comptvir ſich erkundigte, daß Sie mit dem Schnellzuge kommen würden; und derſelbe Unglückliche mit dem ſchlechten Gewiſſen und der mangelhaften Orthographie — ich muß es zu ſeiner Beſchämung geſtehen,— er ſchrieb in derſelben fragwürdigen Handſchrift an den Herrn Aſſeſſor: es ſei Gefahr im Verzuge, aber wenn er— der Herr Aſſeſſor— Mut hätte, mit dem zurückkehrenden Herrn zugleich das alte Haus zu betreten und ſeine Nachforſchung unverzüglich bei dem Wandſchrank in des Herrn Zimmer zu beginnen, ſo würde er nicht lange zu ſuchen brauchen, um das Skelet im Hauſe zu finden.

Das Skelet! rief Aennchen; das Skelet!

Der Ausdruck war ein bischen ſtark, gnädige Frau, ich gebe es zu und konnte eben deshalb leicht den ganzen Handel ver⸗ raten;— das vminöſe Wort kam dem Schreiber unwillkürlich in die Feder, weil er daſſelbe manchmal gehört— aus dem Munde von Doktor Bertram— Sie haben ihn ja ſchon ken⸗ nen gelernt, gnädige Frau.— Aber es war ja trotzdem mög⸗ lich, daß der Fuchs in die Falle ging; und der mit dem ſchlech⸗ ten Gewiſſen, der ſich den ganzen Abend, ſeitdem es dunkel ge⸗ worden, um das Haus herumtrieb und Sie und den Herrn Gemahl— ſo lange vor der feſtgeſetzten Zeit— hatte kommen und den Herrn hernach wieder hatte fortfahren ſehen, jeden⸗ falls nach dem Bahnhof, um Jemand abzuholen—

Meine Eltern, ſagte Aennchen.

Dachte ich mir!— und nun, während ich an der Haus⸗ thür Poſto ſtand und aus einer Unterhaltung zwiſchen dem Dok⸗ tor und der guten alten Seele von Kabelmann— es war zum

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