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Das Skelet im Hause : Novelle / von Friedrich Spielhagen
Entstehung
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genen Bitten um Verzeihung ja nicht ausreichen ſollten— ge⸗ nug, ich ſchüttelte meinen Brüdern und Schweſtern in Apollo die ehrlichen ſchmutzigen Hände und eilte in die Arme meines Martin, der glücklicherweiſe von ſeiner Fahrt eben wieder zu⸗ rück war.

Und nun, gnädige Frau, während ich ſo bei dem Martin auf der Lauer lag und den Augenblick des Wiederſehens und der Verſöhnung mit dem geliebten Herrn heranharrte— in den beiden engen Stübchen von Freund Martin, in welchen es bedenklich nach Theerſtiefeln roch— hörte ich zu meinem größ⸗ ten Ergötzen— durch Freund Martin— welch' abenteuerliche Geſchichten über mein Verſchwinden in der Stadt circulirten, und wie man ſogar den fabelhaften Gang hier aus des Herrn Stube nach dem Galgenberg wieder aufgegraben, um dies Ver⸗ ſchwinden zu erklären; und wie der neue Herr Polizei⸗Kom⸗ miſſar Krethi und Plethi, die ungefähr etwas von der Sache wiſſen könnten, abhöre und zu Protokoll nehme und dadurch die ganze Stadt in Bewegung bringe, daß ſchon das älteſte Hökerweib darauf ſchwöre, der Herr habe den Hans todtge⸗ ſchlagen, aus ſeinem Zimmer durch den geheimen Gang nach dem Galgenberge geſchleppt und dort unter den Tannen ver⸗ ſcharrt. Nur die Stiefel nicht! die hatte er, ſo oder ſo, ver⸗ geſſen! und— richtig! vorgeſtern hat ſie der Herr Aſſeſſor ge⸗ funden! Wir, der Martin und ich, hatten ſie ihm nämlich da⸗ hin gelegt— unter den letzten Stein nach der See auf dem Hü⸗ nengrabe, und der Herr Aſſeſſor konnte gar nicht irre gehen, denn Einer, der um die Sache wüßte— verſtehen Sie wol, gnädige Frau?— und dem ſein Gewiſſen ſchlage, hatte ihm die Stelle ganz genau in einem Briefe angegeben, deſſen Schrift vermutlich das ſchlechte Gewiſſen ſo unleſerlich und unortho⸗ graphiſch machte. Es war ein Hauptſpaß, gnädige Frau, wie