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gend, hat ſie es denn nicht gewußt? ich meine, was die junge Frau war?
Frau Uelzen umging die heiklige Frage, indem ſie, noch unheimlicher flüſternd, fortfuhr:
Da war der Herr von Lindblad aus Schweden, der die jüngſte von den zwölf Paſſelwitzer Fräuleins heiratete, und dem der alte Herr von Paſſelwitz Randow abſtand, weil er ganz in ihn vernarrt war. Und eines Tages kommt ſeine erſte Frau aus Schweden auf den Hof gefahren, der er weggelaufen iſt, und läßt ſich bei der gnädigen Frau melden—
Herr Je, Herr Je, was giebt es für Menſchen! rief Dörthe, was ſagte denn die arme gnädige Frau— ich meine, die zweite?
Was die geſagt hat? gar nichts hat ſie geſagt, ſondern hat anſpannen laſſen und hat ihre beiden kleinen Kinder genom⸗ men— das jüngſte war noch kein halbes Jahr— die andere hatte auch ein paar mitgebracht— lauter Flachsköpfe— und iſt nach Paſſelwitz zurückgefahren, und jetzt wohnt ſie in Sundin—
Und Sie glauben, daß unſer Herr ſo eine heimliche Frau Liebſte hat? fragte Dörthe.
Frau Uelzen lächelte verächtlich. Da paſſiren ſchlimmere Dinge, Dörthe; und ich ſage: wenn die alten Herrſchaften acht Tage früher kommen, als ſie haben kommen wollen, und ſchicken eine Depeſche, und der Herr wird kreidebleich, als er das lieſt, und wir haben kein Silberzeng für die Herrſchaften, und er hat den Schlüſſel verloren und läßt den Schrank nicht auf⸗ machen— das hat ſeine Bewandtniß, ſage ich, und das fagt Nebelow auch.
Und ſchämen ſollten Sie ſich alle Beide, rief Dörthe eifrig, denn das iſt gar nicht recht, wenn man in einem Hauſe iſt und noch dazu ſchon ſo lange, und es paſſirt etwas in dem Hauſe,


