Abend, als der Herr den nächſten Morgen zur Hochzeit reiſen wollte, bei uns in der Küche, daß Herr Fliederbuſch wieder dem Herrn die Koffer packen müſſe, und er habe doch dem Herrn Senator ſelig dreißig Jahre lang Alles zu Dank ge⸗ macht. Der Herr Fliederbuſch packte aber hier in dieſer ſelben Stube, gnädige Frau, in der ja der Herr ſchon immer geſchla⸗ fen hat, wenn es auch damals nicht ſo prächtig ausſah wie jetzt; und während der Zeit war der Herr Doktor bei dem Herrn in des Herrn Stube, wo ſie in dieſem Augenblick ſind, und ſie hatten wol ſo zwei oder drei Flaſchen Wein getrunken. Und dann ging der Herr Doktor fort, und Nebelow leuchtete ihm hinunter und kam nicht wieder herauf, weil er unten ſchläft. Ich hatte die Mädchen auch zu Bett geſchickt, weil ſie am näch⸗ ſten Morgen früh wieder auf mußten und es nichts mehr für ſie zu thun gab und für mich eigentlich auch nichts, blos daß der Nebelow die Flaſchen und Gläſer nicht weggeräumt hatte, und ich wußte nicht, ob ich hineingehen ſollte, weil der Herr es gar nicht liebt, wenn man ungerufen kommt. Und darüber mochte ich denn wol ſo ein bischen eingenickt ſein und war ſehr verwundert, als ich aufwachte, daß die Uhr ſchon zwölf ſchlug, und ich meinte, ich wäre davon aufgewacht, denn es ſchlug noch, als ich ſchon wachte. Na, gnädige Frau, ich bin eine alte verſtändige Perſon und fürchte mich ſo leicht nicht; aber, wenn man Schlag zwölf auf⸗ wacht, und man denkt, es iſt Alles längſt zu Bett, und es iſt todtenſtill in dem ganzen Hauſe, und plötzlich fängt es an zu rumoren und zu ſchallen grad' wie in einer Kirche, wiſſen die gnädige Frau, ſo dumpf und ſchauerlich, daß man nicht weiß: kommt es vom Gewölbe herunter oder von unten herauf? Gro⸗ ßer Gott, denke ich, was kann das ſein? denn daß der Herr noch auf ſein ſollte und der Herr Fliederbuſch— nein, wahr⸗
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