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— Wos, großer Gott, was? Es war gewiß etwas ſehr, ſehr Unangenehmes, etwas recht Widerwärtiges— das ging ja aus den bisherigen Reden der Alten zur Genüge hervor— aber im Vergleich zu dem ſchrecklichen Gedanken, mit dem ſie ſich dieſe ganze Zeit getragen, in welchem ſie noch eben ſo troſtlos geweſen war—
Wollen Sie ſich nicht auch ſetzen? ſagte Aennchen, nach ei⸗ nem Seſſel deutend, der in der Nähe ſtand.
Frau Uelzen machte von der erhaltenen Erlaubniß nur zu gern Gebrauch. Eine ſo gute Gelegenheit, ihr Licht leuchten zu laſſen vor einer jungen Frau, die eben erſt den Fuß in's Haus geſetzt, war ihr in ihrer ganzen vieljährigen Haushälterinnen⸗ Praxis noch nicht vorgekommen. Ihre kleine dicke Geſtalt that ſich ordentlich auseinander, als ſie jetzt, auf dem Rand des Seſſels Platz nehmend und die ſchwarzſeidene Schürze mit den roten Händen glatt ſtreichend, ein ſelbſtgefülliges Lächeln auf den breiten Appen, ſagte:
Sehen gnädige Frau nur nicht ſo ängſtlich nach der Uhr! Wenn der Herr Doktor bei dem Herrn ſind, das dauert immer lange; und heute wird's noch länger dauern, denn Nebelow, der vorhin eine Flaſche Wein hineinbrachte— das iſt nämlich immer das Erſte, wenn der Herr Doktor kommt, womit ich aber nichts gemeint haben will, gnädige Frau, Gott bewahre!— der ſagt, daß ſie auch ſchon darüber ſprechen. Und der Herr Doktor kommt ja ſo viel in der Stadt herum und hat immer rechten Antheil an Herrn Fliederbuſch genommen, der ſchon lange keine Mutter mehr hatte, blos eine alte Tante, eine Schif⸗
ferswittwe, wie denn auch ihr Bruder, der Vater von dem jun⸗ gen Herrn Fliederbuſch, Schiffs⸗Kapitän geweſen iſt und viele Jahre für uns gefahren hat, bis er— wie lange wird es her ſein? richtig! im Frühjahr hatten wir das Feuer auf dem Schif⸗


