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Das Skelet im Hause : Novelle / von Friedrich Spielhagen
Entstehung
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und juſt deshalb dürften ſie's hier im Hauſe nicht, habe ich geſagt, gnädige Frau, und ihnen auch gleich ihren Schein ge⸗ geben. Denn wenn die neuen, die ſich die gnädige Frau ja nun ausſuchen kann, auch nicht anders ſein werden, ſo hat die gnädige Frau doch wenigſtens an den erſten paar Tagen Frie⸗ den vor dem dummen Gerede. Und das iſt auch ſchon was wert; habe ich nicht Recht, gnädige Frau?

Ich weiß wirklich nicht, wovon Sie ſprechen, erwiderte Aennchen.

Ueber der Haushälterin dickes Geſicht glitt ein halb ver⸗ legenes, halb ärgerliches Lächeln.

Ach! die gnädige Frau weiß das nicht, wirklich nicht! Da bitte ich tauſendmal um Verzeihung. Ich bin ſicher nicht eine von denen, die den Mund nicht halten können; und wenn der Herr ſagt: Frau Uelzen, ſprechen Sie nicht davon, es ſoll eine Ueberraſchung ſein! ſo ſpreche ich nicht davon; und wenn er geſagt hätte: Frau Uelzen, ſagen Sie nichts zu Ihrer gnädigen Frau von dem, was mir mit Herrn Fliederbuſch arrivirt iſt, ſo hätte ich nichts geſagt; darauf kann ſich die gnädige Frau

verlaſſen. Haben die gnädige Frau ſonſt noch etwas zu be⸗

fehlen?

Frau Uelzen machte einen Knir und wollte ſich, da nicht gleich eine Antwort kam, im Gefühl ihrer gekränkten Wirt⸗ ſchafterinnen⸗Ehre ſchweigend entfernen; blieb dann aber zwei⸗ felnd ſtehen. Die großen braunen Augen der jungen gnädigen Frau, die ſich plötzlich aus ihrem Stuhl aufgerichtet hatte, blickten ſie ſo fragend und zugleich, wie Frau Uelzen meinte, ſo erſchrocken an.

Ja, gnädige Frau, wiſſen Sie denn wirklich nichts davon? fragte Frau Uelzen.:

Ein kaum merkliches Schütteln des Kopfes war die Ant⸗

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