gends anderswo leben; und da ſagte ich: ſo kann ich es auch nicht. Und was ich damals geſagt, ich ſage es heute noch; und du, du mußt mir glauben, bis ich dir Beweiſe vom Gegentheil gegeben. Bis dahin, wenn du mich liebſt, kein Wort mehr davon!
Er war auch wirklich auf das leidige Thema nicht wieder zurückgekommen während der letzten acht Tage. Erſt heute Morgen, in Berlin, hatte er wieder davon angefangen.
Sie hatten urſprünglich mit dem Nachmittags⸗Schnell⸗ zuge, der am Abend um zehn Uhr in Woldom eintraf, reiſen wollen; und ſo hatte er bereits geſtern Abend an ſein Haus und Geſchäft telegraphirt. Dann hatte er ſeine Dispoſitionen geändert— ſeltſamerweiſe, da er ſonſt an ſeinen Beſchlüſſen, die er immer nur nach reiflicher Erwägung faßte, ſogar mit einem gewiſſen Eigenſinn feſtzuhalten pflegte. Diesmal war es anders. Es war ihm zu ſpät eingefallen, daß es, wenn ſie zur beſtimmten Stunde einträfen, ohne Empfangsfeierlichkeiten nicht abgehen würde, obgleich die Herren aus den Comtvirs wüßten oder doch wiſſen könnten, ein wie abgeſagter Feind er von der⸗ gleichen Brimborium ſei. Da würden denn Reden gehalten werden, die er zu erwidern habe; es werde eine unruhige Stunde geben, ſehr wahrſcheinlich einen lärmenden Abend, und er ſehne ſich nach Ruhe. Er könnte ſich— ſie könnten ſich dieſe Ruhe verſchaffen durch ein einfaches Mittel: ſie brauchten nur, anſtatt des Schnellzuges am Nachmittage, den Morgen⸗ zug zu benutzen. Derſelbe ſei freilich ein ſogenannter Bum⸗ melzug und halte an jeder Station; doch kämen ſie noch immer ein paar Stunden früher nach He
Sie war es zufrieden, nicht als ob ihr der Plan gefallen hätte— im Gegentheil! Sie fand es ganz in der Ordnung, daß die Herren ihren Chef, nachdem er ſechs Wochen vom Hauſe


