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waren es nicht mehr die langathmigen Vorträge der Mama über den Glanz und Verfall ihrer Familie— dies und Alles, was dem Bräutigam ſo unbequem geweſen, es lag für immer hinter ihnen; er hatte ja ſie— ſie ganz allein— unter all' den Tauſenden von gleichgültigen Menſchen, die an ihnen vor⸗ über drängten— allein, als wären ſie auf einer Robinſon⸗ Inſel!
War es nicht, um ſie über die eigentliche Urſache ſeines Kummers zu täuſchen, wenn er mit melancholiſchem Lächeln ſagte: ich will es glauben, daß du auf einer Robinſon-Inſel mit mir glücklich ſein könnteſt— wie ich es ganz gewiß mit dir ſein würde; aber in Woldom! in Woldom, der kleinen, düſteren Stadt am Strande der grauen in Woldom, wo Thea⸗ ter eine Fabel und Concerte ein Märchen ſind, wo man über die Wahl ſeines geſelligen Verkehrs gar nicht in Verlegenheit kommen kann, weil es ganz einfach keine Geſellſchaft giebt— da möchte es doch mit dem Glück manchmal ſeine Schwierig⸗ keiten haben, möchten der Tage doch recht viele kommen, zu welchen du ſagen wirſt: ihr gefallt mir nicht.
Vergebens, daß ſie mit Lebhaftigkeit anfangs, hernach faſt mit heimlichem Zorn und kaum unterdrückten Thränen erwi⸗ derte:
Geſetzt, es wäre Alles, wie du ſagſt— aber höre ich es denn zum erſten Male? haſt du nicht ebenſo geſprochen, als ich noch nicht wußte, daß du mich liebteſt?— nein! das wußte ich ja vom erſten Moment, und du wußteſt, daß ich dich liebte, 6 daß ich dir folgen würde bis an das Ende der Welt, ge⸗
ſchweige denn in deine Heimat, die du ſo troſtlos ſchilderſt. Ich ließ dich ruhig reden und fragte nur: biſt du gern da? und du antworteteſt: ich finde es faſt überall anderswo ſchöner, wozu freilich nicht viel gehört, und doch glaube ich, ich könnte nir⸗


