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Das Skelet im Hause : Novelle / von Friedrich Spielhagen
Entstehung
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ſen Thür Herr Nudel, der, ſo wie ſo, ein paar Tage in Köln bleiben mußte, aus⸗ und einging.

Und aus den paar Tagen waren zwei Wochen geworden, und Herrn Nudel's Geſchäfte zögerten ſich bis in die dritte Woche hinein, und armer Arthur! er wollte ſich todt ſchie⸗ ßen! und er würde ſich todt geſchoſſen haben auf Ehre! blos, daß er dann um das Vergnügen gekommen wäre, auf ihrer Hochzeit zu tanzen und ihr zu zeigen, daß in ſeinen Adern das echte Adelsblut derer von Klüngel⸗Pütz rolle und nicht ein halbſchlechtiges, durch verdumpftes Schmitz ſches ſtädtiſches Pa⸗ trizierblut bis zur Unkenntlichkeit vermiſchtes, wie in den Adern ſeiner Couſine. Die Mama war ſehr auf Arthur's Seite ge⸗ weſen; ſie hätte ſo gern mit Schmitz'ſchem Patriziergold den kahlen Klüngel⸗Pütz'ſchen Stammbaum zu neuem Flor ge⸗ bracht; aber der gute Papa hatte treu zum geliebten Töchter⸗ chen geſtanden in ſeiner ruhig⸗behaglichen Weiſe: Arthur ſolle doch froh ſein, einen Couſin zu bekommen, der ihm gelegentlich ein unbequemes kleines Wechſelchen einlöſen und hernach, wenn er wollte, als Fidibus verbrauchen könne. Er ſei nun einmal, trotz der Klüngel⸗Pütz'ſchen Verſchwägerung und ſeines echten Kölniſchen Patriziats, ein einfach⸗bürgerlicher Mann, der ge⸗ rade Geld genug habe, um den Wert des Geldes hinreichend zu ſchätzen. Ja, er geſtehe, ſo niedrig geſinnt zu ſein, daß ihm die zwei Millionen ſeines Schwiegerſohnes vollkommen impo⸗ nirten; und wenn Aennchen den Mann lieb habe nun, Gott wiſſe, wie gern er ſie in ſeiner Nähe behalten hätte! aber Wol⸗ dom läge doch auch noch, ſo zu ſagen, in der Welt. Er hoffe, ſo ungern er reiſe, ſich in eigener Perſon davon zu überzeugen und am Strande der Oſtſee in echtem Rheinwein auf das Glück der jungen Ehe zu trinken, aus der Bowle, welche der König von Preußen dem Könige von Woldom geſchenkt.

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